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15.02.2021
Entscheidung ist gefallen

Kindergarten Anne Frank darf bleiben

Das Wichtigste zuerst. Welche Variante bei der Neugestaltung des Kindergartens „Anne Frank“ in der Borntalstraße auch immer zum Tragen kommt, der Standort als Tagesstätte bleibt erhalten...

Kindertagesstätte Anne Frank (Foto: Stadverwaltung Sondershausen) Kindertagesstätte Anne Frank (Foto: Stadverwaltung Sondershausen)


In jüngster Zeit kursierten in der Diskussion um die Sanierung bzw. den Neubau der in den 1960er Jahren erbauten Kindertagesstätte Gerüchte, in denen von einer eventuellen Schließung und Aufgabe der Kita die Rede war. Fest steht jedoch, dass es über die Jahre in dem Haus, das auch Teile der Mühlhäuser Werkstätten beherbergt, zu einem erheblichen Sanierungsstau gekommen ist, der einen perspektivischen Betrieb als Kita unmöglich macht.

Gebäude und technische Ausstattung sind marode und garantieren in keiner Weise den Gebrauch nach den geltenden Kriterien. Somit entspricht die einst als Kinderkombination in der DDR erbaute Anlage nicht mehr den heutigen Standards und muss dringend auf den neuesten Stand gebracht werden, um auch zukünftigen Ansprüchen gerecht zu werden. Ein Rückbau der alten technischen Gebäudeausstattung und die Teilsanierung auf heutige Standards schlüge allein mit ca. 1,1 Millionen Euro zu Buche, ohne dass dabei bauliche Verbesserungen am Haus umgesetzt werden könnten.

Daher ist eine Abwägung der verschiedenen Varianten (Teil- oder Generalsanierung bzw. angepasster Ersatzneubau) nötig geworden. Dass die derzeit 87 dort betreuten Kinder weder im Zeitraum einer vollständigen Sanierung noch bei einem Neubau am dortigen Standort verbleiben können und das Gebäude somit ohnehin leergezogen werden muss, steht dabei außer Frage. An dieser Stelle greift auch eine von der Verwaltung in Auftrag gegebene Analyse des derzeitigen und zukünftigen Bedarfs an Kindergartenplätzen in der Stadt. Das Ergebnis ist eine Bedarfsprognose, die auch Handlungsempfehlungen abgibt.

Im Rahmen der Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Sondershausen 2030 wurde dabei der Entwicklungsbedarf der sozialen Infrastruktur für die Kindertagesstätten untersucht. Neben den demografischen Rahmenbedingungen und der Bevölkerungsprognose fanden dabei der bauliche Zustand der Objekte sowie die gesamtstädtische und die teilräumlichen Entwicklungsperspektiven Berücksichtigung.

Demnach ist in der Zukunft zwar mit weniger Kindern im Kita-Alter zu rechnen, aber der Standort im Quartier Borntal wurde in keiner Weise infrage gestellt. Zur städtebaulichen Einschätzung heißt es in der Analyse: Mit dem Leitbild 2030 für die Stadt Sondershausen und dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (derzeit in Fortschreibung) kristallisiert sich vor allem die städtebauliche Entwicklung der Teilbereiche Kern-/Altstadt und Borntal als Aufwertungsschwerpunkt heraus.

Nach derzeitigem Stand ist zu erwarten, dass es in den genannten Teilbereichen einen Strukturwandel geben wird und insbesondere das Wohngebiet Borntal sich in der Bewohnerschaft deutlich verjüngen soll. Das Stadtzentrum bestehend aus Kern- und Altstadt soll für Familien und für Senioren aufgrund kurzer Wege an Attraktivität gewinnen.

Dies bedeutet, dass auch in der Innenstadt ein attraktives Angebot an Kinderbetreuungsplätzen vorgehalten werden muss, um auch den Bedarf in diesem Bereich abzudecken.

So soll eine „Innenstadt-Kita“ nahe dem Schlosspark im Gebäude der derzeitigen Stadtbibliothek entstehen, die perspektivisch dieses Angebot im Innenstadtbereich eröffnet.

Nach ca. anderthalb Jahren Bauzeit und Generalsanierung des Gebäudes sollen dann zunächst die Kinder aus der „Anne Frank“ ihr neues freundliches Domizil erhalten, bei dem sowohl der integrative Aspekt als auch die Barrierefreiheit berücksichtigt werden.

Dafür wird es natürlich notwendig, der Bibliothek ein neues Zuhause zu geben. Dieses soll im städtischen Haus „Zum Weißen Schwan“ entstehen, nachdem das Rathaus nach seiner Sanierung von der Verwaltung bezogen sein wird.

Ca. zwei Millionen Euro stehen für die Sanierung des Objektes am Schlosspark zur Verfügung. Dabei eingerechnet sind Möblierung, Umzug der Kinder aus der Einrichtung im Borntal sowie die Erweiterung der Kochküche in der städtischen Kita „Pusteblume“, die dann unter anderem die Versorgung für die neue Innenstadt-Kita mit übernehmen wird.
Langfristig soll die neu entstehende Einrichtung, entsprechend der Kapazitätsanforderungen, als Kindergarten dann dauerhaft weiter bestehen. Der Bedarf ist da.

Derzeit wird in der Stadtverwaltung ein sogenannter „Sanierungsfahrplan“ entwickelt, der entsprechend der Bedarfsanalyse und Prognose zunächst die prioritären Objekte (Tagesstätten mit hohem Sanierungsbedarf) in die Planungen einbezieht und auf längere Sicht auch die Kindergärten mit einem derzeit mittleren Sanierungsbedarf vorsieht.
Momentan steht jedoch die Neugestaltung der Einrichtung im Borntal im Fokus, und entgegen anderslautender Gerüchte hält die Stadt Sondershausen am Erhalt des Standortes als Kindergarten auf dem Gelände der „Anne Frank“ unverändert fest. Die hohe Qualität der Kinderbetreuung in Sondershausen soll mit den geplanten Maßnahmen noch weiter gesteigert werden und für die Jüngsten ein kindgerechtes sowie attraktives, zukunftsorientiertes Ambiente bieten.
Bibliothek Sondershausen (Foto: Stadtverwaltung Sondershausen)
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Kommentare

15.02.2021, 11.31 Uhr
Kyffhaeuser | Der Artikel spricht in Rätseln ??
Sondershausen ist keine große Stadt (ohne die x neuen Ortsteile) ich kann mir nicht vorstellen, dass es in naher oder ferner Zukunft einen Run auf die Kernstadt (?) Innenstadt geben wird. Warum sollte man da hinziehen ? Für mich ist klar, ohne Auto geht in Sondershausen gar nichts, zumindest wenn man noch einer Arbeit nachgeht, das Auto ist also schon mal da.
In der Innenstadt gibt es keine oder nur minimale Vorteile, gegenüber dem Wohnen in einem Außenbereich, wie Jecha oder Borntal, aber jede Menge Nachteile. In der Innenstadt gibt es keine Parkplätze (zumindest kaum welche die nichts kosten) Viele Häuser sind schwer oder gar nicht mit dem PKW erreichbar. Es gibt jede Menge Bauruinen. Die Geschäfte halten sich arg in Grenzen. Lebensmittelgeschäfte gibt es 1x mit REWE und nur kostenpflichtiges Parken. Gegenüber dem Außenbereich gibt es viel weniger Grün und Freiflächen mit Bäumen. Bei Veranstaltungen ist man extremen Lärm ausgesetzt, ob man will oder nicht. Warum sollten Familien mit Kindern da hin ziehen, um die Ruinen zu betrachten ??
In den äußeren Bereichen ist es viel ruhiger, viel grüner, gibt es viel mehr Parkplätze, kann man auch mal vor einem Kindergarten umsonst parken usw. Kann man auch mal vor einem Einkaufmarkt umsonst parken.
Was müste man machen ?? Nun die Kernstadt radikal entkernen, Höfe und Zufahrten öffnen und so Freiflächen für Grünanlagen und Parkplätze für Anwohner und Besucher schaffen. Statt dessen geht diese Stadt seit Jahrzehnten genau den entgegengesetzten Weg und versucht mit aller Macht jede Ecke zu bebauen, jede Lücke zuzumauern, jeden Parkplatz abzuschaffen usw. Man folgt sklavisch einem architektonischen Leitbild aus dem vorigen Jahrhundert. Das Ergebnis ist "beeindruckend", Bauruinen an jeder Ecke, die Hauptraße ist ein Schrecken für jeden Einwohner und Besucher. Nach 30 Jahren jede Menge unsanierter Gebäude, die vor sich hin rotten, ab Etage 1 Leerstand. Nun soll auch noch ein Kindergarten in die Innenstadt ? für wen, wo soll da Platz für die Kinder sein ? will man den Planplatz dazu nutzen ? Wo sollen die Eltern parken ?

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15.02.2021, 12.44 Uhr
tannhäuser | Gut beschrieben, Kyffhauser!
Machen wir uns nichts vor! Eine Wohnlage empfindet man immer so gut oder schlecht wie das Umfeld aussieht und die Nachbarn sich benehmen.

Es ist derzeit unter Herrn Grimm relativ entspannt geworden. Aber was vor einigen Jahren in der Endphase der Kreyerschen Regentschaft und dem öffentlich aufdringlichen Willkommensterror von "Sondershausen ist Bunt" speziell am Wippertor ablief, war keine Werbung für eine Wohnungssuche in der Kernstadt.

Und wer in Coronazeiten dichtmachen muss, wird auch keinen Nachfolger für seine Geschäftsimmobilie finden.

Die Preise waren schon vorher geschäftsschädigend. Fragen Sie mal den Inhaber vom Laden für slawische Spezialitäten, warum er von der Wezel- in die Hauptstraße umgezogen ist.

Und zum Thema: Ein Kindergarten in der Innenstadt macht keinen Sinn. Warum irgendetwas ändern, was jahrzehntelang funktioniert hat?

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15.02.2021, 13.51 Uhr
Tommy_35 | Das Borntal im Strukturwandel!?
Ich hoffe, dass der Kindergarten "Anne Frank" an diesem Standort bestehen bleibt, aber ich frage mich, wie sich zukünftig das Wohngebiet Borntal in der Bewohnerschaft deutlich verjüngen soll?
Ist etwa geplant, dort langfristig Merkels Gäste incl. Familiennachzug in großer Zahl unterzubringen, um den Altersdurchschnitt entsprechend zu senken?

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15.02.2021, 16.51 Uhr
A-H-S | Letztendlich eine Frage des "Was will man"
Wir können uns jetzt die Frage stellen, ob wir die Innenstadt "verslumen" lassen wollen oder ob wir versuchen, dem entgegenzuwirken.

Wenn wir zur "Verslumung" tendieren, dann siedeln wir möglichst viele Problemfälle in der Innenstadt (Wippertor) an, bauen keine neuen Kinderspielplätze, versuchen nicht die ein oder andere Ruine käuflich zu erwerben, erlauben keine neuen Pflegewohnungen, bauen keine begrünteTiefgarage und bauen keinen neuen Kindergarten, lassen Gebäude leerstehen und suchen nicht nach einer Nachnutzung (Schwan).
Sollten die Bürger das klar kommunizieren, dann kann der Stadtrat entsprechend handeln.

Sollte man die Alternative bevorzugen, dann versucht man den Bereich aufzuwerten. Ja, ich würde mir auch wünschen, dass solche Projekte mit mehr Fokusierung angegangen werden. Wenn dann irgendwelche Stelen auf Kreisel und Grünflächen gezimmert werden, macht das bestimmt auch irgendjemanden glücklich, mich eher weniger. Ich hätte bevorzugt, dass wir für diese Summe eine Innenstadtruine gekauft und beräumt hätten. Aber auch Kommunalpolitik ist kein Wünsch-Dir-Was-Zirkus.

Fest steht: wir müssen den Kindergarten "Anne Frank" generalsanieren. Nach Lage der Dinge, ist eine Sanierung teurer als ein Neubau (und es hat sich eine ganze Kohorte von Stadträten vom Zustand der "Anne Frank" ein Bild gemacht.
Ohne der Meinung des Stadtrats vorgreifen zu wollen, kann man von einem Abriss/Neubau ausgehen. Ohne teure Zwischenlösung. Im unteren Borntal/Jecha wird es auf jeden Fall wieder einen Kindergarten geben. Das haben die Mehrheit der Stadträte so kommuniziert und die Studie unterstützt das.

Zurück zum Innenstadt-KiGa: Man sollte beim Kindergarten nicht nur mit den vor Ort wohnenden Leuten rechnen. Mitunter lohnt es sich auch einen Blick auf die Arbeitsplätze im Umfeld zu werfen (Kreisverwaltung, Stadtverwaltung, Krankenhaus). Dazu kann man natürlich geteilter Meinung sein, ist aber kein von der Hand zu weisender Fakt.

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15.02.2021, 18.01 Uhr
tannhäuser | Und wohin...
...sollte denn nach Meinung der die Innenstadtlösung befürwortenden Stadträte der Kindergarten?

Die Lösung, in die Räume der Bibliothek einzuziehen, wäre Blödsinm.

Erstens müsste diese dann umziehen und zweitens gibt es dort keine Möglichkeit zum Herumtoben im Freien.

Aber na ja....Die Dauermutanten werden diese ganzen Planspiele obsolet machen. Wir kommen aus dem Dauerlockdown nicht raus. Eher geht ein Söder durchs Nadelöhr als eine Mutante dahin zurück, woher sie kam.

Nach der englischen und südafrikanischen Stieftante kommt die aus Grönland, dann die aus Lampukistan, und für die paar Kinderchen, die dann noch Anspruch auf Notbetreuung haben, reichen der Kindergarten in der Frankenhäuser Str. und der vom DRK im oberen Borntal.

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16.02.2021, 11.11 Uhr
A-H-S | Es war ein Kindergarten
@ Tannhäuser
Zitat TH: "Und wohin sollte denn nach Meinung der die Innenstadtlösung befürwortenden Stadträte der Kindergarten?"
-> Nach Lage der Dinge in die Bibliothek. Falls Ihnen eine andere Lokalität einfällt, die im Gesamtkonzept Sinn macht, nur zu...

Zitat TH: "Die Lösung, in die Räume der Bibliothek einzuziehen, wäre Blödsinm."
-> Historisch gesehen, ist die Bibliothek in den Räumlichkeiten eines Kindergartens.

Zitat TH: "Erstens müsste diese dann umziehen und zweitens gibt es dort keine Möglichkeit zum Herumtoben im Freien."
-> Ja, ein Umzug wäre unausweichlich. Laut Aussage der Planer steht genügend Platz für die Außenanlage zur Verfügung. Ja, es ist weniger als im Borntal. Ja, mir sagt die Lokation auch nicht uneingeschränkt zu. Aber wir haben gewisse Parameter zu beachten. Es darf finanziell nicht ausufern, die Eigentumsverhältnisse müssen schnell geklärt werden können. Es sollte kein Leerstand entstehen, weil das weder dem Stadtbild noch dem Steuersäckel gut tut.
Man sollte ergänzend wissen, dass wir nach der Anne Frank noch mindestens einen weiteren Kindergarten sanieren müssen. Auch dieser wird dann leergezogen werden müssen. Da hat die Schaffung von "Pufferkapazitäten" einen gewissen Sinn, weil während der Bauzeiten auch eine Betreuung gewährleistet sein muss.

Zitat TH: "Die Dauermutanten werden diese ganzen Planspiele obsolet machen."
-> Auf Stadtebene hat Corona nur einen geringen Einfluss, die politischen Spielchen sind dsbzgl auch nicht so ausgeprägt. Auf den Bau hat Corona keine Auswirkungen, die Steuerausfälle halten sich derzeit noch in Grenzen.

Zitat TH: "Es ist derzeit unter Herrn Grimm relativ entspannt geworden. Aber was vor einigen Jahren in der Endphase der Kreyerschen Regentschaft und dem öffentlich aufdringlichen Willkommensterror von "Sondershausen ist Bunt" speziell am Wippertor ablief, war keine Werbung für eine Wohnungssuche in der Kernstadt."
-> Ich denke, da gibt es andere Kriterien als den Bürgermeister. Es ist eher die Frage, wieviele Neubürger einem vom Land vor die Tür gesetzt werden, wieviele Problemfälle sind dabei, welche Temperaturen sind vor der Tür, wird Alkohol ausgeschenkt, was machen die Einheimischen Problemfälle.

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16.02.2021, 16.54 Uhr
Kobold2 | Das Konzept
Klingt schlüssig und durchdacht. Vielleicht hätte man durch eine frühere Sanierung einen Neubau verhindern können. Das einzige Rätsel ist der Kommentar, das angeblich ohne Auto in unserer Stadt nichts gehen würde? Aber sicher machen wir wieder irgendetwas falsch.

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16.02.2021, 23.03 Uhr
A.N. | Vielleicht eine andere Sichtweise
Hat man denn schon einmal darüber nachgedacht, wie sinnvoll eine Bibliothek in einem Gebäude wie dem Schwan ist? Das Gebäude und damit auch die geplante zukünftige Bibliothek würde sich über mehrere Etagen und vermutlich viele Zimmer erstrecken und das passt meines Erachtens nicht zu dem neuen erstrebenswerten familienfreundlichen Bild einer Innenstadt, die geschaffen werden soll. Mal abgesehen davon scheitert es derzeit an Wohnraum für Familien, eine der Grundvoraussetzungen, um Familien in die Innenstadt zu locken.
Und den Leerstand der Gebäude der Stadt mit einem Umbau einer Bibliothek zu einer Kita zu rechtfertigen, für den 2 Millionen Euro ausgegeben werden sollen, halte ich persönlich auch für sehr bedenklich.
Sollte man als Stadt nicht versuchen, den Schwan, der ja jetzt schon als "Bürogebäude" genutzt wird, als genau dieses weiter zu vermieten und Mieteinnahmen zu aquirieren. Oder den Schwan selbst als solches weiter zu nutzen und durch einen Umzug aus derzeit gemieteten Büroräumen in den Schwan Mieteinnahmen sparen.
Man könnte die Bibliothek da lassen, wo sie ist, würde zwei Millionen für den Umbau sparen, könnte dafür die "Anne Frank" neubauen oder generalsanieren oder was auch immer und hätte auch keinen Leerstand der stadteigenene Gebäude. Und man würde ziemlich viel Geld aus dem Steuersäckel sparen, was ja keine unerhebliche Rolle spielt.
Vielleicht sollte man als Stadt einfach mal die Sichtweise ändern und von dem Plan, auf Biegen und Brechen eine Innenstat-Kita zu errichten, abweichen und andere Alternativen in Betracht ziehen.
Möglichkeiten gäbe es einige, da bin ich mir sicher.

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18.02.2021, 15.30 Uhr
A-H-S | Innenstadtkindergarten Teil 1
@Annett N.
Eigentlich ist es ja nicht meine Aufgabe die Projekte der Stadt zu erklären und mir ist durchaus bewusst, dass es besser wäre, sich nicht zu äußern, weil in dieser Thematik zu viel Emotionalität mitspielt und man regelmäßig den Überbringer (Erklärer) der Nachricht tötet und nicht den Verursacher. Andererseits denke ich, der Bürger sollte informiert werden und zudem vertrage ich rauen Wind ganz gut.^^

Zitat AN: „Hat man denn schon einmal darüber nachgedacht, wie sinnvoll eine Bibliothek in einem Gebäude wie dem Schwan ist?“
-> Ja, haben wir. Sowohl die leitende Bibliothekarin als auch große Teile des Stadtrates können sich vorstellen, den Schwan in eine Bibliothek umzugestalten. Die vielen Räume könnten der Bibliothek sogar einen speziellen Charme verleihen.

Zitat AN: „Das Gebäude und damit auch die geplante zukünftige Bibliothek würde sich über mehrere Etagen und vermutlich viele Zimmer erstrecken und das passt meines Erachtens nicht zu dem neuen erstrebenswerten familienfreundlichen Bild einer Innenstadt, die geschaffen werden soll.“
-> Auch die jetzige Bibliothek erstreckt sich über zwei Etagen. Im Schwan wären es drei, aber alle wären über einen Fahrstuhl erreichbar. Das Gebäude ist behindertengerecht. Was die vielen Zimmer mit einem familienfreundlichen Stadtbild zu tun haben, leuchtet mir nicht ein.
PS: die bisherige Bibliothek hatte meines Wissens nach keinen Fahrstuhl - die 2te Etage war deshalb für Rollifahrer unbekanntes Gebiet.

Zitat AN: „Und den Leerstand der Gebäude der Stadt mit einem Umbau einer Bibliothek zu einer Kita zu rechtfertigen, für den 2 Millionen Euro ausgegeben werden sollen, halte ich persönlich auch für sehr bedenklich.“
-> Eine andere Sichtweise: es wird ein Kindergarten reaktiviert, der zwischenzeitlich mal als Bibliothek genutzt wurde.
Es ist ja nicht so, dass 2 Mio sinnlos versenkt werden. Es werden 2 Mio in einen neuen Kindergarten investiert, den wir benötigen, um andere Kindergärten sanieren zu können. Im Moment ist die Auslastung der meisten Kindergärten bei fast 100%. Ziel ist es, die Belegungen etwas herunterzubekommen, um so den Kindergärten mehr Möglichkeiten zu geben die Qualität ihrer Betreuung zu verbessern.

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18.02.2021, 15.47 Uhr
A-H-S | Innenstadtkindergarten Teil 2
Zitat AN: „Sollte man als Stadt nicht versuchen, den Schwan, der ja jetzt schon als "Bürogebäude" genutzt wird, als genau dieses weiter zu vermieten und Mieteinnahmen zu aquirieren.
-> Es ist nicht Aufgabe einer Stadt als Vermieter aufzutreten. Das kann sie nämlich nachweislich nicht.

Zitat AN: „Oder den Schwan selbst als solches weiter zu nutzen und durch einen Umzug aus derzeit gemieteten Büroräumen in den Schwan Mieteinnahmen sparen.“
-> Das lassen wir schon prüfen. Dazu hat der Stadtrat eine ähnliche Übersicht angefordert.

Zitat AN: „Man könnte die Bibliothek da lassen, wo sie ist, würde zwei Millionen für den Umbau sparen, könnte dafür die "Anne Frank" neubauen oder generalsanieren“
-> Was machen wir mit den Kindern während der Sanierung? Kommen Sie aber bitte nicht mit „ Helm auf und mitbauen“. Wenn ich persönlich einen Aspekt komplett ablehne, dann diesen. Ich halte es für unmöglich einen Kindergarten neben (oder in) einer Großbaustelle zu betreiben. Das ist eine völlig verklärte Vorstellung von Baustelle. Auf einer Baustelle ist es regelmäßig laut, dreckig und mitunter gefährlich. Alles Aspekte, die ich nicht im Umfeld eines Kindergartens sehen will. Die Containerlösung lehne ich auch ab. Zu teuer und der Mietbetrag sowie die Erstellungskosten sind komplett versenkt.
Bitte bedenken Sie zudem, dass wir nach der Anne Frank weitere Kindergärten sanieren müssen und auch diese Kinder werden wir für 1-2 Jahre irgendwo unterbringen müssen.

Zitat AN: „Vielleicht sollte man als Stadt einfach mal die Sichtweise ändern und von dem Plan, auf Biegen und Brechen eine Innenstat-Kita zu errichten, abweichen und andere Alternativen in Betracht ziehen.
Möglichkeiten gäbe es einige, da bin ich mir sicher.“
-> Niemand will einen Plan auf Biegen und Brechen durchsetzen. Wir setzen uns ständig mit verschiedenen Möglichkeiten auseinander, wiegen ab, schauen auf die Leitbild (Langfriststrategie) und suchen nach der sinnvollsten Variante. Jecha ist der größte Ortsteil der Stadt. Es kommen aus Jecha mehr Stadträte als aus jedem anderen Ortsteil. Letztendlich müssen wir aber die (vermutlich) vorteilhafteste Entscheidungen für ganz SDH treffen und nicht nur für Jecha/unteres Borntal.

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18.02.2021, 15.52 Uhr
tannhäuser | AHS!
Kommt die Befürwortung des "Schwan" von der neu berufenen Bibliothekschefin? Sie ist wirklich kompetent und deshalb sollte man diese Idee durchaus in Betracht ziehen ä.

Die 2. Etage der derzeitigen Bibliothek ist für Kinder/Jugend eingerichtet oder wenn man als Mann auf Toilette muss. Also wäre eine zusätzliche Raumkapazität nicht schlecht.

Mir erschließt sich einfach nicht, wo sich die Kapazitäten für die Aussenbespassung der Kinder befinden sollen.

Und die Stadtwerke bleiben in ihrer Hälfte? Nicht, dass sich die Mitarbeiter*Innen in ihrer Arbeit von Kinderlärm belästigt fühlen.

AHS, Sie müssen sich nicht dafür rechtfertigen, dass Sie hier erklären, wozu andere Fraktionen schweigen.

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18.02.2021, 16.16 Uhr
Frauenberger | Irgendwie...
...sind es doch immer wieder nur ein die selben, die sich zu dem Thema in einem Anflug völliger Verbohrtheit negativ äußern und das mit allen Mitteln verhindern wollen hab ich den Eindruck. Auch wenn man Facebook und Co. so verfolgt. Seit gestern existiert dazu auch ein Beitrag eines gewissen linken Landtagskandidaten bei Facebook, welcher offensichtlich bei einer der Ausschusssitzungen anwesend gewesen sein muss. Auch unter den paar Kommentaren zu dem Beitrag finden sich immer nur die gleichen Personen, die wettern. Meine Meinung zu dem Thema Kita in der Innenstadt: Warum nicht?! Ich fänd es toll.

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18.02.2021, 18.01 Uhr
A-H-S | Innenstadtkindergarten Teil 3
@ TH
Ja, die neue Bibliotheksleiterin Frau Noack hat uns ihr Konzept für den Schwan am Dienstag im Hauptausschuss vorgestellt. Ich fand es zu diesem Planungzeitpunkt hinzureichend gut. Ich konnte ihr folgen. Und letztendlich sagt sie (als verantwortliche Expertin), dass sie es sich räumlich vorstellen kann, den Schwan funktional umzugestalten. Ich konnte ihr folgen.

Der Außenbereich des Innenstadtkindergartens soll laut Bereichsleiterin Frau Biedermann ausreichend groß sein (1.100-1.200 qm). Ich könnte mir sogar vorstellen, den Außenbereich weiter zu vergrößern, weil ich die Straße zu den Stadtwerken als entbehrlich betrachte. Die Stadtwerke kann man auch von der Stadtmauer her anfahren (vielleicht dazu einfach die Einbahnstraße an der Schloßmauer umkehren - ist aber derzeit nur ein Gedankenspiel).

Ja, die Stadtwerke bleiben in Ihrem Gebäudeteil. Ja, es könnte etwas lebhafter werden in dieser Ecke. Aber das ist ja Ziel das Ganzen.^^

Ich habe den Einführungssatz (eigentlich ist es nicht meine Aufgabe...) vorweggeschoben, weil es in dieser Angelegenheit sehr emotional zugeht - teilweise irrational und nicht ganz fair. Es machen sich viele Leute Gedanken zu der Thematik und ich bin mir sicher, dass am Ende etwas Positives herauskommt - auch wenn es zwischenzeitlich mit Härten verbunden ist (Umzug des Kindergartens).

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18.02.2021, 19.13 Uhr
Kyffhaeuser | Hauptsache die Stadt setzt ihren Willen durch
Interessant finde ich auch diese Aussage " den Außenbereich weiter zu vergrößern, weil ich die Straße zu den Stadtwerken als entbehrlich betrachte. Die Stadtwerke kann man auch von der Stadtmauer her anfahren (vielleicht dazu einfach die Einbahnstraße an der Schloßmauer umkehren - ist aber derzeit nur ein Gedankenspiel)." Genau darauf habe ich gewartet. Den einzigen nicht kostenpflichtigen Parkplatz in der Innenstadt abschaffen ! Meine Eltern wohnen in der Wezel Str., es ist nahezu unmöglich tagsüber, oder Abends dort einen freinen Parkplatz zu bekommen, bleibt nur der Parkplatz gegenüber den Stadtwerken, dort ist manchmal was frei oder illegal die 12 Parkplätze auf dem abgerissenen Spielplatz. Um die legal zu nutzen, müsste man vorher eine Weltreise von der Wezelstraße machen, oder man fährt falsch rum in die Einbahnstraße am Spielplatz rein, auch so eine sinnlose Aktion der Stadt. Nach was zum Schwan, wo bitte sollen dann die Besucher der Bibliothek parken ?? Wie viele Besucher kommen dort zu Fuß hin ?? Ich würde mal sagen weniger als 10 % ! Bisher waren die ca. 10 Parkplätze vor der Bibliothek und den Stadtwerken für 30 Min ( bin mir nicht so sicher) frei und das hat auch meist gereicht, wenn mein Kind seine Bücher umtauschen wollte. Nun sehe ich da schwarz, selbst mit Bezahlparkplätzen sah es am Schwan schon immer Mau aus und nun noch die Bibliothek dorthin ? das wird nichts. Auf jeden Fall eine Verschlechterung. Auch das Argument mit dem Behindertengerecht zieht da nur wenig. Wieviele Bürger wollten bisher mit Rollstuhl oder Rollator in die Bilbliothek rein ?? Wenn die Stadt einen Ersatzkindergarten haben möchte, dann nehme man doch bitte den stillgelegten Kindergarten im Östertal, dort lagern aktuell die alten Akten der Stadt ! Dort ist Platz, ein toller Spielplatz mit Abenteuerwald, die Skatearena, viel Auslauf , viele freie kostenlose Parkplätze für Eltern, einfach eine tolle Lage für einen Kindergarten. Aber das scheint ja politisch nicht gewollt zu sein.

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18.02.2021, 20.43 Uhr
tannhäuser | Irgendwie...
...sollten Sie niemandem hier unterstellen, bei Facebook herumzutrollen und den hier Schreibenden nicht auch noch negative Attribute der Formulierungsführung aufdrücken, Frauenberger!

Ich wollte mich gar nicht mehr äussern. Aber dankenswerterweise hat es @ Kyffhäuser genau passend formuliert.

AHS, das ist absolut bürgerunfreundlich, was Sie da bezüglich Stadtwerken, Parken und Einbahnstraße drum herum schreiben.

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19.02.2021, 09.32 Uhr
Kobold2 | Da bin ich anderer Meinung
Eine Innenstadt wird nicht als aktiver, in dem man massenhaft für kostenlose Parkplätze sorgt und schon gar nicht wenn man damit den dort wohnenden die Parkplätze wegschnappt. Das man in Sondershausen keine kostenlosen Parkplätze haben wollte hat man ja lang genug an dem Parkhaus der Galerie erlebt. Mann nahm das kostenlose Angebot nicht an und parkte lieber unten vor den Eingängen in Erwartung ein viel teureres Knöllchen zu bekommen. Ja aoviel Spendenbereitschaft und Weitsicht hat sicher die Entscheidungsträger schwer beeindruckt. Bevor ich mich mit einem Auto bis zur Stadtmauer vor quäle, parke ich lieber am Kaufland oder am Volksplatz und mache den Rest fußläufig. Damit bin ich genauso schnell aber wesentlich entspannter. Mir fällt in diesem Zusammenhang wieder das Theater, um dem Fußmarsch vom damals kostenlosen Parkhaus bis zur Pfarr Straße zum MammoMobil ein. Manch einem scheint das heilige Blechle schon am Allerwertesten anzuwachsen. Ich erwarte bald die nächsten Beschwerden, weil man zur Adressänderung nicht mehr bis zum Schreibtisch im Bürgerbüro vorfahren kann, da man ja mit dem angewachsen Blechkasten das heimische Domiziel aufgeben muss.
Oder auf unsere Baufirmen kommt viel Arbeit zu....

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19.02.2021, 18.37 Uhr
A-H-S | Innenstadtkindergarten Teil 4
Man wird eine Stadtplanung nicht so ausrichten, dass jeder mit seiner Blechhütte 2m neben seinem Ziel kostenlos parken wird können.

Zitat Kyffhäuser: "Den einzigen nicht kostenpflichtigen Parkplatz in der Innenstadt abschaffen ! Meine Eltern wohnen in der Wezel Str., es ist nahezu unmöglich tagsüber, oder Abends dort einen freinen Parkplatz zu bekommen"
-> Es gibt kein Recht in der Innenstadt kostenlos zu parken und schon gar nicht als Nichtanwohner. Ich parke mehrmals in der Woche in der Wezelstraße und finde dort zu 95% direkt einen Parkplatz. Sie können in der Wezelstraße von 17:30 Uhr bis zum nächsten Morgen 9 Uhr kostenfrei parken.
Nur 200m von der Wezelstraße entfernt können Sie kostenlos dauerhaft auf dem Volksplatz bzw. dem Kauflandparkplatz parken. Von solchen Zuständen können Sie in 99% aller Städte nur träumen.

Zitat Kyffhäuser: "Nach was zum Schwan, wo bitte sollen dann die Besucher der Bibliothek parken ?"
-> Bei Eröffnung der Bibliothek werden die Bauarbeiten am Rathaus beendet sein. Deshalb wird der Parkplatz DIREKT VOR dem Schwan wieder nutzbar sein. Wie man den Nutzern der Bibliothek entgegenkommen wird, ist zu diesem frühen Planungszeitpunkt noch nicht genau beschrieben, denkbar wäre aber z.B. eine erweiterte Brötchentaste am Automaten, wo man die ersten 30min kostenlos direkt vor der Bibo parken kann. Es wird schon eine Lösung geben, dass im Normalfall niemand mehr als maximal zumutbare 30m laufen muss.

Zitat Kyffhäuser: "Wieviele Bürger wollten bisher mit Rollstuhl oder Rollator in die Bilbliothek rein "
-> Merken Sie selbst oder? Wo wollen Sie denn mit der Argumentationslinie hin?

Zitat Kyffhäuser: "Wenn die Stadt einen Ersatzkindergarten haben möchte, dann nehme man doch bitte den stillgelegten Kindergarten im Östertal"
-> Gegen diese Variante spricht:
- Geld für die Ertüchtigung wäre versenkt, da Kindergarten nicht langfristig nutzbar
- die Kindergartenstudie sieht keinen zusätzlichen Bedarf im Östertal
- das Östertal ist derzeit ein Schrumpfungsgebiet
- es entsteht Leerstand in der Stadt
- der Kindergarten ist nicht zentral und deshalb ungeeignet aus Ausweichkindergarten für zukünftige Sanierungen
- die Skatearena hat andere Aufgaben

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