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Do, 10:04 Uhr
16.09.2021
Ein Blick in die Statistik

Thüringer Kommunen in der Halbjahresbilanz

Die Thüringer Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften und Landkreise hatten im 1. Halbjahr 2021 Ausgaben in Höhe von 2,89 Milliarden Euro. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 107,6 Millionen Euro bzw. 3,9 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum...

Die Hauptgründe für diese Entwicklung waren unter anderem die gestiegenen Ausgaben für Personal sowie für laufende Zuweisungen und Zuschüsse.
Die Personalausgaben stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 41,2 Millionen Euro bzw. 5,3 Prozent und beliefen sich auf insgesamt 817,8 Millionen Euro, was unter anderem auf tarifliche Anpassungen zurückzuführen ist.

Die Ausgaben für die laufenden Zuweisungen und Zuschüsse stiegen um 79,9 Millionen Euro bzw. 5,3 Prozent und beliefen sich auf 1,59 Milliarden Euro. Maßgeblich beeinflusst wurde diese Entwicklung durch die höheren Zahlungen für soziale Leistungen in Höhe von 723,2 Millionen Euro. Der Anstieg betrug gegenüber dem Vorjahr 32,8 Millionen Euro bzw. 4,8 Prozent.

Für den laufenden Sachaufwand wurden insgesamt 487,3 Millionen Euro ausgegeben und damit 5,6 Millionen Euro bzw. 1,1 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang resultierte vor allem aus geringeren Ausgaben für Mieten und Pachten, für weitere Verwaltungs- und Betriebsausgaben und für die Unterhaltung der Grundstücke und baulichen Anlagen.

Die Ausgaben für Sachinvestitionen lagen bei insgesamt 333,6 Millionen Euro und damit um 2,9 Millionen Euro bzw. 0,8 Prozent niedriger als in den ersten 6 Monaten des Jahres 2020.

Im 1. Halbjahr 2021 konnten die Kommunen 2,93 Milliarden Euro als Einnahmen verbuchen. Das waren 210,0 Millionen Euro bzw. 6,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Den größten Anteil der Einnahmen bildeten die laufenden und investiven Finanzzuweisungen vom Land mit einem Volumen von 1,73 Milliarden Euro. Das entsprach einem Anteil von 58,9 Prozent an den Gesamteinnahmen.

Die laufenden Zuweisungen vom Land betrugen 1,51 Milliarden Euro (-190,1 Millionen Euro bzw. -11,2 Prozent), darunter Schlüsselzuweisungen in Höhe von 721,7 Millionen Euro (-294,1 Millionen Euro bzw. -29,0 Prozent). Dieser Rückgang beruht vor allem auf dem veränderten Auszahlungsmodus der Schlüsselzuweisungen vom Vorjahr. Die Zuweisungen für Investitionen des Landes betrugen 218,0 Millionen Euro (-50,4 Millionen Euro bzw. -18,8 Prozent).
Bei den Einnahmen aus Steuern und steuerähnlichen Einnahmen ist ein Zugang festzustellen. Die Steuern und steuerähnlichen Einnahmen beliefen sich insgesamt auf 736,6 Millionen Euro und waren um 33,7 Millionen Euro bzw. 4,8 Prozent höher als in den ersten 6 Monaten des Vorjahres.

Dieser Zugang beruht zum größten Teil auf höheren Einnahmen bei der Gewerbesteuer (netto). Es wurden insgesamt 394,6 Millionen Euro eingenommen; das waren 64,0 Millionen Euro bzw. 19,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
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