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Di, 12:08 Uhr
21.09.2021
IHK-Umfrage unter 30.000 Lehrlingen

Azubis beurteilen ihre Ausbildung positiv

Ostdeutsche Auszubildende sind sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung für eine Berufsausbildung in den Bereichen Industrie, Dienstleistungen und Handel. Das ist das Ergebnis der diesjährigen Umfrage unter 30.000 Auszubildenden im 1. Lehrjahr aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen...

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85 Prozent der Azubis im ersten Lehrjahr bescheinigen ihren Unternehmen ein gutes Betriebsklima und fühlen sich von den Mitarbeitern akzeptiert. Dabei erlernen 76 Prozent der Befragten nach eigener Aussage ihren Wunschberuf. Die Umfrage zeigt damit deutlich, wie positiv Jugendliche ihre Lehrzeit in IHK-Unternehmen werten.

„Die Ergebnisse bestätigen uns in unseren Aktivitäten, Jugendliche für eine Ausbildung in der Wirtschaft zu begeistern“, sagt Thomas Fahlbusch, Abteilungsleiter Aus- und Weiterbildung bei der IHK Erfurt. Die Zufriedenheit der Auszubildenden mit ihrer Berufswahl und ihrem Ausbildungsunternehmen spiegeln sich auch darin wider, dass 85 Prozent der Befragten ihren Arbeitgeber weiterempfehlen würden. Dies sei eine Steigerung von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Angesichts der Corona-Einschränkungen, unter denen dieser Jahrgang in die Ausbildung gestartet ist, ein besonders positives Ergebnis“, erklärt Fahlbusch.

Die größte Rolle bei der Entscheidung für den weiteren Lebensweg spielen nach wie vor Familie und Freunde. Allmählich verschiebe sich der Anteil allerdings zugunsten der digitalen Recherchemöglichkeiten. „Über diesen Trend müssen sich die Unternehmen im Klaren sein und ihre Aktivitäten bei der Suche nach Auszubildenden entsprechend anpassen. Wer im Netz nicht oder zu wenig sichtbar ist, wird immer weniger gefunden“, erläutert Fahlbusch.


Ergebnisse im Überblick für den Bereich IHK Erfurt (Nord-, West- und Mittelthüringen):

81 Prozent der Auszubildenden gaben an, ihren Wunschberuf zu erlernen. Für 81 Prozent der Auszubildenden ist es auch die erste Ausbildung. Diese Ergebnisse sprechen für gute Berufsorientierungsphasen.

Praktika sind für potenzielle Azubis dabei mit 56 Prozent das mit Abstand hilfreichste Berufsorientierungsangebot. 42 Prozent der Jugendlichen nutzen Medieninformationen wie Online-Recherchen oder soziale Netzwerke. Knapp ein Viertel der Jugendlichen setzt auf den Besuch von Ausbildungsmessen (in Präsenz/virtuell).

Fast alle Jugendlichen haben sich für eine Ausbildung entschieden, weil ihnen der Bezug zur Praxis wichtig ist (95 Prozent) und ihre Aufgaben ihren beruflichen Interessen entsprechen (95 Prozent). Aber auch der schnelle Einstieg in den Beruf sowie Übernahme- und Karrierechancen sind für neun von zehn Azubis entscheidende Kriterien. Sofort eine Vergütung bzw. ein Gehalt zu bekommen, war zumindest für 87 Prozent der Jugendlichen ein wichtiges Kriterium.

Ihren jetzigen Ausbildungsbetrieb finden Jugendliche immer noch am häufigsten durch Eltern, Verwandte (38 Prozent) sowie Freunde und Bekannte (29 Prozent). Aber auch die Internetseiten der Betriebe (28 Prozent) geben Ausbildungssuchenden entscheidende Hinweise. Rund jedem vierten Jugendlichen halfen Gespräche mit den Vertretern der Agentur für Arbeit, aber auch Praktika und Ferienjobs.

Schnell zu sein, lohnt sich: Immerhin 36 Prozent der Jugendlichen hatten sich bis zum Januar 2020 für ihre im Sommer beginnende Ausbildung beworben also noch ohne das Halbjahreszeugnis. Aber auch Spätentschlossene haben gute Chancen. So gaben 18 Prozent der Befragten an, sich ab Juli für ihren Ausbildungsplatz beworben zu haben.

Der Großteil der Jugendlichen schrieb nur fünf Bewerbungen (67 Prozent). 15 Prozent benötigten maximal zehn Bewerbungen.

Ausbildungsinteressierte finden fast immer das passende Angebot im Heimatbundesland und in der Nähe zum Wohnort. Nicht einmal jeder fünfte Auszubildende hat für die Aufnahme der Berufsausbildung den Wohnort gewechselt. Dies ist ein Beleg für das gesteigerte Ausbildungsmarketing und die gestiegene Attraktivität der regionalen Ausbildungsangebote der Betriebe.

85 Prozent der Auszubildenden würden ihren Ausbildungsbetrieb weiterempfehlen. Dabei schätzen fast alle Jugendlichen besonders das gute Betriebsklima (93 Prozent), das gute Verhältnis zum Ausbildenden (93 Prozent) sowie das positive Image des Betriebes (97 Prozent). Mehr als Dreiviertel der Jugendlichen bescheinigen ihrem Betrieb die Zahlung einer hohen Ausbildungsvergütung sowie Karriere- und Aufstiegschancen.

Auch wenn Ausbildungsbetriebe und Auszubildende des Jahres 2020/2021 bereits von Beginn an mit erheblichen Beschränkungen durch Corona konfrontiert waren, so bestätigen doch 85 Prozent der Azubis, dass die Ausbildung im Betrieb normal weiterläuft. Immerhin 9 Prozent teilten mit, dass ihre Ausbildung zeitweise im Homeoffice bzw. mobilen Arbeiten stattfindet.
Autor: red

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