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Mi, 18:04 Uhr
02.03.2022
FDP zur Debatte um Wehrpflicht:

Lösungen sind wichtiger als Schlagzeilen

Zur Debatte um die Wiedereinführung der Wehrpflicht erklärte sich Thomas L. Kemmerich, Sprecher der Freien Demokraten im Thüringer Landtag...

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„Dass sich Thüringens Ministerpräsident plötzlich für eine allgemeine Wehrpflicht ausspricht, zeigt vor allem, dass er an Schlagzeilen interessiert ist. Deutschland braucht keine symbolpolitischen Forderungen, sondern vernünftige Lösungen. Die Handlungsfähigkeit der Bundeswehr hängt nicht von einer möglichst großen Zahl an Wehrpflichtigen ab, die jeweils für einige Monate mit geschultertem Gewehr stramm stehen. Eine moderne Armee verlangt nach einem sehr gut ausgebildeten, in Teilen sogar hochspezialisierten Personal. Um ausreichend Freiwillige gewinnen zu können, braucht es neben Karrierechancen und einer zuverlässigen Ausrüstung vor allem viel an gesellschaftlichem Rückhalt. Wer unsere Freiheit verteidigt, verdient auch unser aller Respekt!“
Autor: red

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Kommentare
Real Human
03.03.2022, 12:43 Uhr
Asymmetrische Kriegführung
„Ein asymmetrischer Krieg ist eine militärische Auseinandersetzung zwischen Parteien, die waffentechnisch, organisatorisch und strategisch stark unterschiedlich ausgerichtet sind. Weil sich die asymmetrische Kriegführung vom gewohnten Bild des Krieges unterscheidet, wird auch die Bezeichnung asymmetrischer Konflikt verwendet.“ (Wikipedia)

Eine solche asymmetrische bewaffnete Auseinandersetzung findet zur Zeit in der Ukraine statt. Technisch sind die ukrainischen Streitkräfte den russischen weit unterlegen, gleichen das aber teilweise durch eine weitaus höhere Kampfmoral aus.
Nebenbei: Nicht die Ukraine ist in Russland eingefallen, sondern umgekehrt!

In Deutschland wurde seit 2011 die Einberufung zum Grundwehrdienst auf den Spannungs- oder Verteidigungsfall beschränkt. Man wähnte sich danach in einer ewig währenden Nachkriegsordnung zum Kalten Krieg, was sich jetzt als trügerische Sicherheit erwiesen hat. Sehr schön kommt das in "Markus Lanz" vom 2. März 2022 zum Ausdruck. (Siehe ZDF-Mediathek!)

Die Bundeswehr wurde – insbesondere in der Ära Merkel – bis zur Verteidigungs-Unfähigkeit zusammengespart, weil man die weltpolitischen Bedrohungen offensichtlich ignorierte. Nun spricht man von einer ZEITENWENDE und fragt sich, wie aus dem Tiefschlaf erwacht: „Kann Deutschland diesen Krieg verkraften?“ (zeit.de vom 1. März 2022, 16:59 Uhr)

Um so bemerkenswerter ist, dass ausgerechnet der Thüringer LINKEN-Realo Ramelow sich für die Reaktivierung der allgemeinen Wehrpflicht ausspricht.

„Beides muss natürlich modern gestaltet und der Auftrag der Truppe so klar formuliert sein, dass sich die Bevölkerung hinter ihren Zielen vereinigen kann. Ich plädiere daher für eine Parlamentsarmee der Landesverteidigung, die im Bündnis mit den europäischen Partnern in der Lage ist Deutschland und Europa zu verteidigen - nicht mehr und nicht weniger.“ „bodo-ramelow.de)

Richtig so, Herr Ramelow, die deutschen Revolutionäre von 1848/49 würden Ihnen zujubeln! Auch sie mussten einen „asymmetrischen Krieg“ gegen das reaktionäre Preußen führen. Müsste das die jetzige Bundeswehr gegen den neuen Zaren auch? Die „unsicheren Kantonisten“ der „AFDP“ sehen das – ihrer wahren Natur gemäß! – wohl etwas anders?
Psychoanalytiker
03.03.2022, 13:20 Uhr
Männlein, Weiblein, Andere ...
... alle sollten sich wieder einer allgemeinen Wehrpflicht, aber von mindestens 1 1/2 Jahren, unterordnen.

Wir haben ja weitestgehend die Gleichberechtigung durchgesetzt, und wer sogar sprachlich und im gesamten Leben Gleichberechtigung haben will, müsste doch auch militärisch dafür sein. Also, los gehts, zeigt dass Ihr bereit seid, Deutschland und Europa zu verteidigen.

Und auch diejenigen, die in unserem Land zukünftig gut und gerne leben möchten, könnten dann zeigen, warum sie sich eigentlich Deutschland aussuchten. Mal sehen, wer sich dann noch meldet.

Und nun dürft Ihr drei mal raten, wie ernst ich dies meine ... .

Noch eine Frage: In Freital gab es 2015 und kurz danach "Randale" gegen die Flüchtlingswelle. Freital galt als "Nazi-Hochburg". Jetzt empfangen die selben Menschen die Ukrainerinnen und deren Kinder mit Geschenken und "wehenden Fahnen", also es gibt dort einem massiven Sinnungswandel. Was wohl ist der Grund dafür ? Da ich die Psyche der Menschen meist richtig erkenne, glaube ich, es zu wissen ... .
Kritiker2010
03.03.2022, 14:26 Uhr
Das große Wundern dieser Tage
Zunächst: Ich hatte für die Positionen von Russland/Putin bislang durchaus Verständnis und sah mit Unbehagen, wie man ausgehandelte Grundlage des friedlichen Miteinanders mit den Füßen trat. Die fortwährende Dämonisierung und Provokation durch "den Westen" sollte Putin wohl aus der Reserve locken. Hat funktioniert!

Umso weniger Verständnis habe ich dennoch für den Überfall auf die Ukraine. Diesen Fehler werden am Ende alle Beteiligten teuer bezahlen, die Russen mit militärischen Verlusten und Rezession, die Ukrainer mit einem verwüsteten, unterjochten Land und wir mit wirtschaftlichen Folgen und einer ungewissen Zukunft.

Unklar ist, wie die Verhältnisse nach diesem Krieg sortiert werden. Werden wir unsere Abhängigkeiten (Energie und Rohstoffe) neu justieren? Wie wird die Außenpolitik agieren? Wird man Russland wirtschaftlich in die Knie zwingen und wie wird Russland darauf reagieren? Erfasst der Krieg weitere Länder?

Von der neuen Realität überrascht, drehen viele unserer Politiker-Attrappen ihr Fähnchen, doch der neue kalte Ostwind bläst ihnen unerwartet ins Gesicht. Rote und Grüne wollen Rüsten und Eskalieren und plappern dabei wirr durcheinander. Man muss sich schon sehr wundern dieser Tage.

Merkwürdig, beim Thema Corona zeichnete "Hätte, würde, könnte", auch ohne statistische Relevanz, die unumstößliche Handlungslinie. Beim Thema militärische Sicherheit wurden aber scheinbar alle denkbaren Szenarien ad acta gelegt. Früher durfte die Bundeswehr fast nichts, heute könnte sie nicht einmal mehr, selbst wenn sie dürfte.

Ebenso beim Thema Klima und Energie: Wurde bisher alles daran gesetzt, Deutschland in Abhängigkeit zu treiben, sollen nun Kohlekraftwerke und Atom-Meiler die Lücke schließen, die es doch gar nicht geben sollte. Kaufen wir zukünftig amerikanisches Fracking-Gas oder lassen uns russisches Gas mit Aufschlag als amerikanisches verkaufen?

Nun, wie ich unsere Leute so kenne:
Man muss es nur schönreden. Dann läuft das hier schon irgendwie weiter.
... und das alles ist kein Grund spazieren zu gehen!
geloescht.20250302
03.03.2022, 18:12 Uhr
Das wird ein Spaß: Casting!
Anstatt bei RTL2 landet unser Nachwuchs bei der Bundeswehr ;)

Ich habe diesen vormilitärischen Drill bei der GST auch gehasst, aber unsere Mädels haben parallel dazu eine zivile Schulung im Sanitätsbereich verpasst bekommen.

Man kann nachträglich davon halten, was man will, aber der Kalte Krieg wurde niemals heiß.

Aber wen will man denn heutzutage einberufen? Jemanden, der nachts ohne Smartphone nicht einschlafen kann oder morgens aufwacht und trotz männlichem Vornamen im Melderegister und Geschlechtsorganen sowie Ehefrau eine Frauenquote nutzen will?
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