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Do, 18:35 Uhr
25.12.2025
traditioneller Brocken-Ride von Schierke auf den Brocken

Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025)

Da macht man etwas schon so viele Jahre und trotzdem ist es jedes mal anders.
Auch 2025 ging es am Heiligen Abend noch schnell mit dem Fahrrad auf den Brocken.

Die Wetterprognose ließ zunächst wenig Weihnachtsstimmung aufkommen: minus drei Grad, kein Niederschlag, kein Schnee. Und doch hofft man insgeheim jedes Jahr ein bisschen auf dieses leise Knirschen unter den Reifen, auf eine weiße Spur im Schein der Lampen.

Um 20:30 Uhr wurden in der Meyenburgstraße die Fahrräder auf den Anhänger geladen, dann ging es nach Schierke. Die Runde war überschaubar. Wir waren neun.
Gegen 22:10 Uhr starteten wir dort den Aufstieg. Schierke zeigte sich festlich geschmückt, warm beleuchtet, beinahe idyllisch. Weihnachtliche Ruhe lag über dem Ort.
Kaum am Ortsausgang begegneten uns einige Biker, allerdings aus der falschen Richtung. Ihr knapper Zuruf ließ uns kurz zögern: „Abbruch. Unfahrbar.“ Was das bedeutete, wurde schnell klar.

Die Brockenstraße war spiegelglatt. Halt gab es nur dort, wo festgefrorener Split im Radbereich eine Art Schleifpapier bildete. Zu viel Druck auf die Pedale und die Reifen drehten hilflos durch. Feingefühl war gefragt.

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Richtig spannend wurde es beim Abbiegen auf die alte Bobbahn. Eine dünne Eisschicht überzog den Weg, die großen Steine darunter waren tückisch glatt. Mehr als einmal rutschten wir weg – nichts Dramatisches, aber genug, um den Puls etwas hochzutreiben.

Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf) Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Um 23:30 Uhr erreichten wir den Gipfel. Bis Mitternacht suchten wir Schutz im Seitenzugang des Brockenhotels, wärmten uns mit heißen Getränken auf und ließen den Moment wirken. Der Versuch eines Gruppenfotos am Brockenstein bei eisigem Wind? Nun ja – sagen wir: ausbaufähig.
Der Wind pfiff eisig und der Aufenthalt am Stein war grenzwertig.

Der Rückweg war fast leichter als der Aufstieg, auch wenn der Untergrund weiterhin heimtückisch blieb. Der eine oder andere machte Bekanntschaft mit dem Boden. Die alte Bobbahn hingegen ließ sich überraschend gut fahren – rumpelnd, holpernd, aber besser als die Straße – solange man nicht auf den großen Steinen ausrutschte.

Was man an einem solchen Abend wirklich nicht braucht, ist ein Platten bei minus drei Grad. Doch genau das passierte. Zum Glück war alles dabei: Loch gefunden, „Salami“ rein, aufpumpen – weiter ging’s.

Um 1 Uhr war der Spuk vorbei. Zurück auf dem Parkplatz in Schierke, etwas durchgefroren, aber sehr zufrieden.

Wie jedes Jahr, waren wir nicht die Einzigen. Ein paar Wanderer und drei andere Fahrradfahrer kreuzten unseren Weg.

Auch 2025 hat es sich wieder gezeigt: Es gibt kaum etwas Schöneres, als am Heiligen Abend noch einmal schnell auf den Brocken zu fahren.



Sachdienlicher Hinweis: Wir starten immer am 23.12., abends, um pünktlich gegen 0 Uhr am 24.12. auf dem Brocken zu sein.
Heiligabend verbringen wir natürlich im Kreis der Familie.
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Heiligabend noch schnell auf den Brocken (2025) (Foto: vgf)
Autor: vgf

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Kommentare
Gehard Gösebrecht
25.12.2025, 19:55 Uhr
Das war ja wieder toll!
Schnell noch mal auf den Brocken trotz spiegelglatter Fahrbahn.
Super.
Jäger53
26.12.2025, 10:05 Uhr
Brocken
Ich bewundere diese Personen weil Sie trotz schlecht befahrbarer Straße Ihren Plan umgesetzt haben. Es gibt doch noch mutige in Deutschland. Denn die deutschen entwickeln sich immer mehr zu Angsthasen.
Anmerkung techn. Support:
Es war rutschig, aber wir haben Erfahrung mit solchen Witterungsverhältnissen.
Wenn es wirklich gefährlich gewesen wäre, wären auch wir umgekehrt.
Piet
26.12.2025, 11:14 Uhr
Meinen Respekt
Für die Leistung. Nicht zu vergleichen mit einer Sommertour.
LaBlue
27.12.2025, 16:08 Uhr
Nichts von Mut
Schöne Tour, stimmt. Nur wo soll hier Mut sein?
Für mich verantwortungslos, glatte Strecke, nachts und drauf los.
Im Ernstfall wird dann die Bergrettung geholt? Wie erreichen Die Euch?
Wir waren im bayr. Wald, mussten gegen 18.00Uhr von der Hütte und auf dem Trail dreht das Hinterrad weg. Sturz und Schulter gebrochen.
Bergrettung gerufen.
Klare Ansage von Denen: 3 Std bis zum Eintreffen. Und nun?
Wir haben für 1 Std Trail 6 Std gebraucht. Zum Glück ist unser Kumpel nicht kollabiert oder ähnliches.
Und nun Ihr !!!
Da hilft die beste Erfahrung nix.
Anmerkung techn. Support:
Natürlich kann man immer ein ungünstiges Szenario konstruieren.
Von einfach drauf los und Mut habe ich nichts geschrieben. Wir haben uns gut vorbeitet, hatten Protektoren, die richtigen Fahrräder und warme Klamotten dabei. Jeder wusste was ihn erwartet.
Tatsächlich ist ein Aufbruch nach 18 Uhr im bayrischen Wald, von einer Berghütte, ggf. verantwortungsloser und nicht mit unserer Brockentour zu vergleichen.
Da ist zum Einen die Distanz eine andere und zum Anderen gibt es drumherum wesentlich weniger Zivilisation.
Man kann das sicher lange diskutieren.
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