Mo, 17:45 Uhr
29.12.2025
Ereignisse 2025
Jahresrückblick mit der Landrätin
Wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Für den Kyffhäuserkreis war es ein besonderes Jahr. Unsere Redakteurin Eva Maria Wiegand hat dazu die Landrätin Antje Hochwind-Schneider in ihrem Amtssitz in Sondershausen besucht…
Kyffhäuser Nachrichten (nachfolgend kn): Frau Landrätin können Sie unseren Leserinnen und Lesern berichten, welche Projekte und Ereignisse für Sie besonders wichtig waren?
Mir liegt die Bildung von Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen und so freue ich mich, dass wir im Jahr 2025 große Projekte zum Abschluss bringen konnten.
kn: Haben Sie einige Beispiele, um welche Abschlüsse es sich handelt?
Nur 20 Monaten nach dem Spatenstich war am 10. Februar die feierliche Schlüsselübergabe für den Erweiterungsbau des Staatlichen Berufsschulzentrums in Sondershausen. Das Besondere an dem Bau ist die Hybridbauweise, welche sich durch ein modernes Design in Form einer Kombination aus Holzwänden und Sichtbeton auszeichnet. Der Bau hat ohne Förderung 12,5 Millionen Euro gekostet.
Für den Neubau einer Turnhalle der Staatliche Grundschule Franzberg und dem Förderzentrum Johann Heinrich Pestalozzi, konnten wir im März dieses Jahres gemeinsam mit Bürgermeister Steffen Grimm eine Verwaltungsvereinbarung zur Erschließung von Parkmöglichkeiten bei der Turnhalle unterzeichnen.
kn: Was beinhaltet die Vereinbarung?
Bei der Vereinbarung wurde festgeschrieben, dass die Stadt Sondershausen mit 71.359 Euro eine Fahrradabstellfläche sowie acht öffentliche Parkplätze finanzieren wird und der Kyffhäuserkreis mit 161.945 Euro einen barrierefreien Eingangsbereich mit zwei Behindertenparkplätzen übernehmen wird. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2026 geplant.
Desweiteren ist es gelungen, dass jede Grundschule einen Trinkbrunnen bekommen wird oder schon bekommen hat. Die Kinder können ihre Trinkflaschen mitbringen und füllen sie in der Schule auf. Das verhindert zum einen, dass die Schülerinnen und Schüler gezuckerte Getränke mit in die Schule bringen und zum anderen entlastest es den Geldbeutel der Eltern.
kn: In Artern wurde die TGS mit der Förderschule zusammengelegt. Wie ist der Zusammenschluss der beiden Schulen von Eltern und Lehrern aufgenommen worden?
Die TGS in Artern wurde durch den Einzug der Förderschule zu einer Gemeinschaftsschule. Die anfänglichen Bedenken der Eltern und Lehrer auf beiden Seiten konnten schnell ausgeräumt werden. Sport- und Schulhof sind getrennt, denn die Bedürfnisse der einzelnen Schülerinnen und Schüler unterscheiden sich in einigen Bereichen. Trotzdem ist es für alle eine Bereicherung.
Darüber hinaus ist die Umrüstung aller Turnhallen im Kreis mit LED-Beleuchtung geplant. Geld aus dem Klimapakt ermöglicht diese klimafreundliche Umgestaltung.
kn: Welche Ereignisse bewegten Sie über das Bildungsthema hinaus?
Am 28. März fand im Landratsamtes des Kyffhäuserkreises, in Artern, eine Pressekonferenz zur Vorstellung eines neuen Modellprojektes im Rahmen des "Masterplans Gesundheitsversorgung 2030" statt. Gleichzeitig wurde die Patientenservicestelle "PASST IM KYF" vorgestellt.
Der geladene Mediziner Dr. Axel Pleßmann und seine medizinische Partnerin Frau Dr. Schmidt und die Arztlotsin Sylvia Fonfara betonten die Notwendigkeit einer Patientenservicestelle. Diese sollte Patientinnen und Patienten helfen einen geeigneten Hausarzt in der Nähe zu finden, wenn der ehemalige Arzt nicht mehr verfügbar ist. Außerdem sollte die neue Servicestelle die administrativen Aufgaben der Praxen übernehmen, um sie zu entlasten und so zusätzliche Kapazitäten für die Aufnahme neuer Patientinnen und Patienten schaffen.
In kürzester Zeit meldeten sich 900 Patientinnen und Patienten mit ihren Krankenakten, welche in diesem Zuge digital erfasst wurden. Dr. Axel Pleßmann und seine medizinische Partnerin Frau Dr. Schmidt eröffneten schließlich im August 2025 ihre Familienpraxis in Artern.
kn: Was hat Sie in diesem Jahr besonders bewegt?
Das war die Veranstaltung auf der Feuerkuppe zum Thema: Sexualisierte Gewalt an Kindern. Der erschütternde Fall des schweren Kindesmissbrauchs in einer Einrichtung in Ebeleben unterstrich die Dringlichkeit einer Sensibilisierung zu diesem Thema. Im Mai fand dazu ein Lehrgang für Erziehrinnen und Erzieher statt.
Im Oktober zeigten sich dramatische Szenen am Kelbraer Stausee. Dort sammelten sich wie in jedem Jahr die Kraniche zur Winterrast. Leider waren die Vögel mit dem Aviäre Influenza Virus infiziert und boten einen traurigen Anblick, als sie geschwächt und krank im Wasser lagen. Zahlreiche Kraniche verendeten schließlich und mussten in Containern entsorgt werden.
kn:Wie wurde die Bevölkerung darüber informiert?
Das Landratsamt Kyffhäuserkreis veröffentlichte Maßnahmen zur Tierseuchenbekämpfung in den Medien. Aufstallungpflicht, Sperrzonen und Veranstaltungsverbote waren die Folge. Im Dezember wurde die Stallpflicht für Nutzgeflügel wieder aufgehoben.
kn: Was wünschen Sie sich für das kommende Jahr?
Ein friedliches Zusammenleben wünsche ich mir. Dass die Kinder keine Angst haben müssen, weil viele Erwachsene von einem bevorstehenden Krieg sprechen. Ich wünsche mir einen besseren Umgang miteinander. Einfach einmal zuhören und anderen Meinungen einen Platz lassen. Wir sollten für unsere Kinder ein Vorbild sein.
kn: Danke für das Gespräch Frau Hochwind-Schneider
Das Gespräch führte Eva Maria Wiegand
Autor: emwKyffhäuser Nachrichten (nachfolgend kn): Frau Landrätin können Sie unseren Leserinnen und Lesern berichten, welche Projekte und Ereignisse für Sie besonders wichtig waren?
Mir liegt die Bildung von Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen und so freue ich mich, dass wir im Jahr 2025 große Projekte zum Abschluss bringen konnten.
kn: Haben Sie einige Beispiele, um welche Abschlüsse es sich handelt?
Nur 20 Monaten nach dem Spatenstich war am 10. Februar die feierliche Schlüsselübergabe für den Erweiterungsbau des Staatlichen Berufsschulzentrums in Sondershausen. Das Besondere an dem Bau ist die Hybridbauweise, welche sich durch ein modernes Design in Form einer Kombination aus Holzwänden und Sichtbeton auszeichnet. Der Bau hat ohne Förderung 12,5 Millionen Euro gekostet.
Für den Neubau einer Turnhalle der Staatliche Grundschule Franzberg und dem Förderzentrum Johann Heinrich Pestalozzi, konnten wir im März dieses Jahres gemeinsam mit Bürgermeister Steffen Grimm eine Verwaltungsvereinbarung zur Erschließung von Parkmöglichkeiten bei der Turnhalle unterzeichnen.
kn: Was beinhaltet die Vereinbarung?
Bei der Vereinbarung wurde festgeschrieben, dass die Stadt Sondershausen mit 71.359 Euro eine Fahrradabstellfläche sowie acht öffentliche Parkplätze finanzieren wird und der Kyffhäuserkreis mit 161.945 Euro einen barrierefreien Eingangsbereich mit zwei Behindertenparkplätzen übernehmen wird. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2026 geplant.
Desweiteren ist es gelungen, dass jede Grundschule einen Trinkbrunnen bekommen wird oder schon bekommen hat. Die Kinder können ihre Trinkflaschen mitbringen und füllen sie in der Schule auf. Das verhindert zum einen, dass die Schülerinnen und Schüler gezuckerte Getränke mit in die Schule bringen und zum anderen entlastest es den Geldbeutel der Eltern.
kn: In Artern wurde die TGS mit der Förderschule zusammengelegt. Wie ist der Zusammenschluss der beiden Schulen von Eltern und Lehrern aufgenommen worden?
Die TGS in Artern wurde durch den Einzug der Förderschule zu einer Gemeinschaftsschule. Die anfänglichen Bedenken der Eltern und Lehrer auf beiden Seiten konnten schnell ausgeräumt werden. Sport- und Schulhof sind getrennt, denn die Bedürfnisse der einzelnen Schülerinnen und Schüler unterscheiden sich in einigen Bereichen. Trotzdem ist es für alle eine Bereicherung.
Darüber hinaus ist die Umrüstung aller Turnhallen im Kreis mit LED-Beleuchtung geplant. Geld aus dem Klimapakt ermöglicht diese klimafreundliche Umgestaltung.
kn: Welche Ereignisse bewegten Sie über das Bildungsthema hinaus?
Am 28. März fand im Landratsamtes des Kyffhäuserkreises, in Artern, eine Pressekonferenz zur Vorstellung eines neuen Modellprojektes im Rahmen des "Masterplans Gesundheitsversorgung 2030" statt. Gleichzeitig wurde die Patientenservicestelle "PASST IM KYF" vorgestellt.
Der geladene Mediziner Dr. Axel Pleßmann und seine medizinische Partnerin Frau Dr. Schmidt und die Arztlotsin Sylvia Fonfara betonten die Notwendigkeit einer Patientenservicestelle. Diese sollte Patientinnen und Patienten helfen einen geeigneten Hausarzt in der Nähe zu finden, wenn der ehemalige Arzt nicht mehr verfügbar ist. Außerdem sollte die neue Servicestelle die administrativen Aufgaben der Praxen übernehmen, um sie zu entlasten und so zusätzliche Kapazitäten für die Aufnahme neuer Patientinnen und Patienten schaffen.
In kürzester Zeit meldeten sich 900 Patientinnen und Patienten mit ihren Krankenakten, welche in diesem Zuge digital erfasst wurden. Dr. Axel Pleßmann und seine medizinische Partnerin Frau Dr. Schmidt eröffneten schließlich im August 2025 ihre Familienpraxis in Artern.
kn: Was hat Sie in diesem Jahr besonders bewegt?
Das war die Veranstaltung auf der Feuerkuppe zum Thema: Sexualisierte Gewalt an Kindern. Der erschütternde Fall des schweren Kindesmissbrauchs in einer Einrichtung in Ebeleben unterstrich die Dringlichkeit einer Sensibilisierung zu diesem Thema. Im Mai fand dazu ein Lehrgang für Erziehrinnen und Erzieher statt.
Im Oktober zeigten sich dramatische Szenen am Kelbraer Stausee. Dort sammelten sich wie in jedem Jahr die Kraniche zur Winterrast. Leider waren die Vögel mit dem Aviäre Influenza Virus infiziert und boten einen traurigen Anblick, als sie geschwächt und krank im Wasser lagen. Zahlreiche Kraniche verendeten schließlich und mussten in Containern entsorgt werden.
kn:Wie wurde die Bevölkerung darüber informiert?
Das Landratsamt Kyffhäuserkreis veröffentlichte Maßnahmen zur Tierseuchenbekämpfung in den Medien. Aufstallungpflicht, Sperrzonen und Veranstaltungsverbote waren die Folge. Im Dezember wurde die Stallpflicht für Nutzgeflügel wieder aufgehoben.
kn: Was wünschen Sie sich für das kommende Jahr?
Ein friedliches Zusammenleben wünsche ich mir. Dass die Kinder keine Angst haben müssen, weil viele Erwachsene von einem bevorstehenden Krieg sprechen. Ich wünsche mir einen besseren Umgang miteinander. Einfach einmal zuhören und anderen Meinungen einen Platz lassen. Wir sollten für unsere Kinder ein Vorbild sein.
kn: Danke für das Gespräch Frau Hochwind-Schneider
Das Gespräch führte Eva Maria Wiegand
