Mo, 09:30 Uhr
23.03.2009
Weniger sozialversicherte Beschäftigte
Der Thüringer DGB schlägt Alarm. Eine Talfahrt für sozialversicherte Beschäftigung in Thüringen führte im vergangenen Jahr zu beängstigenden Entwicklungen.
In Thüringen hatten nach Berechnungen des DGB im letzten Jahr 736.814 Menschen einen sozialversicherten Job. Auf dem Höhepunkt des jüngsten Aufschwungs war dies aber immer noch weniger als im Jahr 2001. Stark zurückgegangen ist insbesondere die Zahl der Vollzeitjobs. Deutlich zugenommen haben Unsicherheit und Niedriglöhne für viele Beschäftigte in Thüringen, so der Landesvorsitzende des DGB Thüringen Steffen Lemme.
Vergangenes Jahr wurden 57.904 der sozialversichert Beschäftigten bzw. 7,3 Prozent weniger gezählt, als noch sieben Jahre zuvor. Diese Fakten zeigen, dass der Beschäftigungsaufbau der vergangenen Jahre nicht einmal die Verluste des letzten Konjunkturabschwung ausgeglichen hat so Lemme.
Abgebaut wurden insbesondere Vollzeitjobs. Im Vergleich zu 2001 gingen 64.578 Vollzeitstellen in Thüringen bzw. 9,4 Prozent verloren. 2008 wurden noch 614.909 gegenüber 686.362 Vollzeitstellen in 2001 gezählt. Die sozialversicherte Teilzeitarbeit stieg hingegen von 107.960 auf 121.711 Stellen deutlich an.
Doch längst nicht alle Teilzeitkräfte arbeiten freiwillig, sondern wollen lieber mehr arbeiten. Gerade Frauen arbeiten in Thüringen in erzwungener Teilzeit. Rechnet man die Arbeitszeit der Teilzeitkräfte in Vollzeitstunden um, wird der Rückgang der sozial gesicherten Beschäftigung noch deutlicher, sagte der DGB-Chef.
Das Arbeitsvolumen reduzierte sich gegenüber 2001 um annähernd 9,4 Prozent, was einem Rückgang um 64.578 Vollzeitstellen entspricht. Sozial gesicherte Arbeit wurde über den Konjunkturzyklus hinweg abgebaut und zugleich Niedriglöhne und Armut trotz Erwerbstätigkeit ausgeweitet.
Der DGB appelliert an die Thüringer Betriebe, jetzt in der Finanz- und Wirtschaftskrise Beschäftigung soweit wie möglich zu sichern und betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern. Vorschnelle Entlassungen würden sich in der anstehenden Aufschwungphase für die Unternehmen bitter rächen. Bei auftretenden Schwierigkeiten sollten alle Möglichkeiten zur Qualifizierung und zur Aufrechterhaltung der Beschäftigung genutzt werden.
Autor: nnzIn Thüringen hatten nach Berechnungen des DGB im letzten Jahr 736.814 Menschen einen sozialversicherten Job. Auf dem Höhepunkt des jüngsten Aufschwungs war dies aber immer noch weniger als im Jahr 2001. Stark zurückgegangen ist insbesondere die Zahl der Vollzeitjobs. Deutlich zugenommen haben Unsicherheit und Niedriglöhne für viele Beschäftigte in Thüringen, so der Landesvorsitzende des DGB Thüringen Steffen Lemme.
Vergangenes Jahr wurden 57.904 der sozialversichert Beschäftigten bzw. 7,3 Prozent weniger gezählt, als noch sieben Jahre zuvor. Diese Fakten zeigen, dass der Beschäftigungsaufbau der vergangenen Jahre nicht einmal die Verluste des letzten Konjunkturabschwung ausgeglichen hat so Lemme.
Abgebaut wurden insbesondere Vollzeitjobs. Im Vergleich zu 2001 gingen 64.578 Vollzeitstellen in Thüringen bzw. 9,4 Prozent verloren. 2008 wurden noch 614.909 gegenüber 686.362 Vollzeitstellen in 2001 gezählt. Die sozialversicherte Teilzeitarbeit stieg hingegen von 107.960 auf 121.711 Stellen deutlich an.
Doch längst nicht alle Teilzeitkräfte arbeiten freiwillig, sondern wollen lieber mehr arbeiten. Gerade Frauen arbeiten in Thüringen in erzwungener Teilzeit. Rechnet man die Arbeitszeit der Teilzeitkräfte in Vollzeitstunden um, wird der Rückgang der sozial gesicherten Beschäftigung noch deutlicher, sagte der DGB-Chef.
Das Arbeitsvolumen reduzierte sich gegenüber 2001 um annähernd 9,4 Prozent, was einem Rückgang um 64.578 Vollzeitstellen entspricht. Sozial gesicherte Arbeit wurde über den Konjunkturzyklus hinweg abgebaut und zugleich Niedriglöhne und Armut trotz Erwerbstätigkeit ausgeweitet.
Der DGB appelliert an die Thüringer Betriebe, jetzt in der Finanz- und Wirtschaftskrise Beschäftigung soweit wie möglich zu sichern und betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern. Vorschnelle Entlassungen würden sich in der anstehenden Aufschwungphase für die Unternehmen bitter rächen. Bei auftretenden Schwierigkeiten sollten alle Möglichkeiten zur Qualifizierung und zur Aufrechterhaltung der Beschäftigung genutzt werden.