Mi, 15:07 Uhr
25.03.2009
Vergiftung in Wülfingerode (Update 4)
Jetzt hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten wehren sich zugleich gegen Berichte in den Thüringer Medien. Die nnz mit einer weiteren Einschätzung der aktuellen Situation...
Am Vormittag war in einigen Medien Kritik an der Arbeit der Nordhäuser Kriminalpolizei laut geworden. Es wurde berichtet: Zu Silvester habe es in dem stillgelegten Umweltlabor in Sollstedt einen Großbrand gegeben. Seither werde ohne Ergebnis nach den Ursachen gesucht. Immer wieder hätten Kinder Zutritt zu den Laboren gehabt.
Dem muss seitens der Polizeidirektion entschieden widersprochen werden. Der Brand war nicht in dem Umweltlabor ausgebrochen, sondern im Dachstuhl des ehemaligen Verwaltungsgebäudes. Dort hat auch die Brandortuntersuchung stattgefunden. Für die Ermittler gab es keinerlei Anlass die Räume im Erdgeschoss des dreistöckigen Gebäudes, wo sich u.a. auch das Labor befindet, zu untersuchen. Es gibt in dem Gebäude nur ein ehemaliges Labor und nicht mehrere.
Auch die Brandursache wurde damals unmittelbar geklärt. Der Brand war eindeutig durch eine Silvesterrakete verursacht worden. Nach den Ermittlungen war das Gebäude ordnungsgemäß verschlossen worden. Darüber hinaus ist es nicht die Aufgabe der Polizei die Verschlusssicherheit leerstehender ehemaliger Industriebauten zu gewährleisten.
Im Heilpädagogischen Zentrum wurde die Vollsperrung des Objektes aufgehoben. Es bleibt lediglich Wohnbereich der betroffenen Zöglinge gesperrt. Durch einen Chemiker des Landesamtes für Umweltschutz erfolgen vor Ort Prüfungen auf Kontamination mit Quecksilber. Danach müssen eventuell notwendige Maßnahmen abgestimmt und durchgeführt werden.
Bei den vorbeugend ins Krankenhaus gebrachten Kindern, Jugendlichen und Betreuern sind bisher keine Vergiftungserscheinungen aufgetreten. Vereinzelt hatten die Kinder über Übelkeit und Kopfschmerzen geklagt. Diese Symptome dürften nach Auffassung der Mediziner allerdings aufgrund der Aufregung psychosomatischer Natur sein. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt befinden sich noch sechs Kinder zur Beobachtung im Krankenhaus.
In Bezug auf das ehemalige Labor auf dem Gelände des früheren Kaliwerkes ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachst eines Umweltdeliktes. Der Tatort ist am Vormittag untersucht und aufgenommen worden. Von dort hatten zwei Jungen am Montag das Quecksilber mitgenommen und in das Heilpädagogische Zentrum gebracht.
In diesem Labor befinden sich weitere Chemikalien und Stoffe, deren Gefährlichkeit noch unklar ist. Eine Bergung der Stoffe erfolgt durch den Gefahrgutzug der Freiwilligen Feuerwehr Bleicherode.
Gegenwärtig erfolgt die Prüfung der Sicherung und des Abtransportes der Substanzen durch eine Spezialfirma, da der Feuerwehr nicht ausreichend Sicherungsbehälter zur Verfügung stehen und eine sichere Verwahrung nicht gewährleistet werden kann.
Autor: nnz/knAm Vormittag war in einigen Medien Kritik an der Arbeit der Nordhäuser Kriminalpolizei laut geworden. Es wurde berichtet: Zu Silvester habe es in dem stillgelegten Umweltlabor in Sollstedt einen Großbrand gegeben. Seither werde ohne Ergebnis nach den Ursachen gesucht. Immer wieder hätten Kinder Zutritt zu den Laboren gehabt.
Dem muss seitens der Polizeidirektion entschieden widersprochen werden. Der Brand war nicht in dem Umweltlabor ausgebrochen, sondern im Dachstuhl des ehemaligen Verwaltungsgebäudes. Dort hat auch die Brandortuntersuchung stattgefunden. Für die Ermittler gab es keinerlei Anlass die Räume im Erdgeschoss des dreistöckigen Gebäudes, wo sich u.a. auch das Labor befindet, zu untersuchen. Es gibt in dem Gebäude nur ein ehemaliges Labor und nicht mehrere.
Auch die Brandursache wurde damals unmittelbar geklärt. Der Brand war eindeutig durch eine Silvesterrakete verursacht worden. Nach den Ermittlungen war das Gebäude ordnungsgemäß verschlossen worden. Darüber hinaus ist es nicht die Aufgabe der Polizei die Verschlusssicherheit leerstehender ehemaliger Industriebauten zu gewährleisten.
Im Heilpädagogischen Zentrum wurde die Vollsperrung des Objektes aufgehoben. Es bleibt lediglich Wohnbereich der betroffenen Zöglinge gesperrt. Durch einen Chemiker des Landesamtes für Umweltschutz erfolgen vor Ort Prüfungen auf Kontamination mit Quecksilber. Danach müssen eventuell notwendige Maßnahmen abgestimmt und durchgeführt werden.
Bei den vorbeugend ins Krankenhaus gebrachten Kindern, Jugendlichen und Betreuern sind bisher keine Vergiftungserscheinungen aufgetreten. Vereinzelt hatten die Kinder über Übelkeit und Kopfschmerzen geklagt. Diese Symptome dürften nach Auffassung der Mediziner allerdings aufgrund der Aufregung psychosomatischer Natur sein. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt befinden sich noch sechs Kinder zur Beobachtung im Krankenhaus.
In Bezug auf das ehemalige Labor auf dem Gelände des früheren Kaliwerkes ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachst eines Umweltdeliktes. Der Tatort ist am Vormittag untersucht und aufgenommen worden. Von dort hatten zwei Jungen am Montag das Quecksilber mitgenommen und in das Heilpädagogische Zentrum gebracht.
In diesem Labor befinden sich weitere Chemikalien und Stoffe, deren Gefährlichkeit noch unklar ist. Eine Bergung der Stoffe erfolgt durch den Gefahrgutzug der Freiwilligen Feuerwehr Bleicherode.
Gegenwärtig erfolgt die Prüfung der Sicherung und des Abtransportes der Substanzen durch eine Spezialfirma, da der Feuerwehr nicht ausreichend Sicherungsbehälter zur Verfügung stehen und eine sichere Verwahrung nicht gewährleistet werden kann.
