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Do, 12:10 Uhr
10.12.2009

Überdurchschnittlich weniger

In Thüringen sind in den ersten neun Monaten dieses Jahres fast 13.000 Job weggefallen. Vor allem traf es die Zeitarbeiter. Ohne Kurzarbeit wäre die Bilanz noch verheerender...

Grafik (Foto: TLS) Grafik (Foto: TLS)

Im dritten Vierteljahr 2009 hatten im Durchschnitt 1 023 300 Personen einen Arbeitsplatz in Thüringen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 12 900 Personen bzw. 1,2 Prozent weniger als im 3. Vierteljahr 2008. In Deutschland wurden im gleichen Zeitraum geringere Rückgänge der Zahl der Erwerbstätigen festgestellt (- 0,2 Prozent), ebenso im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) (- 0,2 Prozent). Im Gebiet der neuen Bundesländer (ohne Berlin) verringerte sich die Zahl der Erwerbstätigen ebenfalls (- 0,5 Prozent).

Wie die Berechnungen des Arbeitskreises 'Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder' zeigen, verzeichneten im 3. Vierteljahr 2009 Berlin (+ 1,2 Prozent) und Hamburg (+ 0,9 Prozent) im Vergleich zum 3. Vierteljahr 2008 den größten Beschäftigungszuwachs unter den Bundesländern.

Die deutlichsten Rückgänge wurden für Baden-Württemberg (- 0,7 Prozent), das Saarland (- 1,0 Prozent) und Thüringen (- 1,2 Prozent) festgestellt.
Die relativ breite Streuung der Erwerbstätigenentwicklung in den einzelnen Bundesländern im 3. Vierteljahr 2009 hängt wesentlich von der unterschiedlichen Wirtschaftsstruktur ab. So waren Bundesländer mit einem hohen Erwerbstätigenanteil im Dienstleistungssektor von den Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise weniger stark betroffen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verringerte sich in Thüringen im 3. Vierteljahr 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11 100 Personen (- 1,5 Prozent). In Deutschland (- 0,4 Prozent), ebenso wie im Gebiet der neuen Bundesländer (ohne Berlin) (- 0, 5 Prozent), wurde für denselben Zeitraum ein geringerer Rückgang der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten festgestellt.

Dabei wurden in Thüringen im 3. Vierteljahr 2009 im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (- 6 900 Personen) und im Verarbeitenden Gewerbe (- 6 300 Personen) die Beschäftigungszahlen des Vorjahreszeitraums deutlich unterschritten.

Ebenso wie die anderen neuen Bundesländern verzeichnete Thüringen im 3. Vierteljahr 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Rückgang der so genannten geringfügig Beschäftigten. Zu diesen zählen die geringfügig entlohnten Beschäftigten, die kurzfristig Beschäftigten und Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten (1-Euro-Jobs). In Thüringen verringerte sich die Zahl der Beschäftigten in Arbeitsgelegenheiten (1-Euro-Jobs) im 3. Vierteljahr 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 2 300 Personen.

Die vermehrte Inanspruchnahme von konjunktureller Kurzarbeit dämpfte den Rückgang der Zahl der Erwerbstätigen. Im 3. Vierteljahr 2009 betrug der Anteil der Kurzarbeiter an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Thüringen 4,9 Prozent, in Deutschland 4,1 Prozent und in den neuen Bundesländern (ohne Berlin) 3,2 Prozent.

Den vorgelegten Erwerbstätigenzahlen liegt das so genannte Arbeitsortkonzept zugrunde, d.h. die ausgewiesenen Ergebnisse umfassen nur diejenigen Erwerbstätigen, die ihren Arbeitsort in Thüringen haben. Auspendler in die anderen Bundesländer bleiben unberücksichtigt, Einpendler aus anderen Bundesländern sind einbezogen.
Autor: nnz

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