Di, 12:44 Uhr
12.01.2010
Tangomusik im Konzertsaal
Der Tango: Im September 2009 wurde er von der UNESCO zum Teil des immateriellen Kulturerbes der Menschheit erklärt. In seinen Anfängen Ende des. 19. Jahrhunderts als Musik der argentinischen Unterschicht, zu der man in Bordellen, zweifelhaften Tanz-Cafés und Kneipen tanzte, als eher verrucht verschrien, erlebt er heute einen globalen Boom. Jetzt auch in Nordthüringen...
Spätestens seit Astor Piazzolla hat er schließlich seinen Weg in die Konzertsäle gefunden. Auch im 4. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters Sondershausen kann man am 30. und 31. Januar im Haus der Kunst Sondershausen bzw. im Theater Nordhausen Tangomusik hören.
Unter der musikalischen Leitung des langjährigen Generalmusikdirektors des Anhaltischen Theaters Dessau, Golo Berg, spielt das Loh-Orchester Musik des weltweit gefeierten Tangokomponisten Astor Piazzolla. Adiós Nonino heißt das Stück, das durch leise melancholische Töne ebenso wie durch typische markante Tango-Rhythmen besticht. Piazzolla komponierte es 1959 in Erinnerung an seinen verstorbenen Vater für Orchester und Bandoneon, das Tangoinstrument schlechthin. Gespielt wird dieses mit dem Akkordeon verwandte Instrument von Lothar Hensel, einem der renommiertesten Bandoneon-Virtuosen unserer Zeit.
Wie einst Piazzolla liegt auch Hensel der Tango so sehr im Blut, das er ihn selbst komponiert. Sein 2. Konzert für Bandoneon und Orchester, das er zum Konzert mit dem Loh-Orchester mit im Gepäck hat, huldigt dem Tango und präsentiert dabei die ungeheuer faszinierenden Seiten des Bandoneons.
Besonders am Herzen liegt Golo Berg die 15. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch. Es ist die letzte Sinfonie des Komponisten, in der er auf sein (musikalisches) Leben zurückblickt und dabei eigene und Werke anderer zitiert. So etwa aus Rossinis Ouvertüre zu der Oper Wilhelm Tell, der wiederum letzten Oper des Italieners.
Das 4. Sinfoniekonzert mit Werken von Rossini, Schostakowitsch, Piazzolla und Hensel findet am 30. Januar um 19.30 Uhr im Haus der Kunst Sondershausen sowie am 31. Januar um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen statt. Jeweils um 18.45 Uhr laden Golo Berg und Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann zu einer Einführung in das Foyer ein.
Ganz besonders willkommen sind zu diesem Konzert Schülerinnen und Schüler: Nach beiden Konzerten lädt das Junge Theater zu einem Stammtisch im Restaurant Zum Erbprinzen in Sondershausen bzw. im Theaterrestaurant Da Capo in Nordhausen ein. Hier können die jungen Zuhörer mit den beiden Gästen des Abends in lockerer Atmosphäre ins Gespräch kommen.
Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz/knSpätestens seit Astor Piazzolla hat er schließlich seinen Weg in die Konzertsäle gefunden. Auch im 4. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters Sondershausen kann man am 30. und 31. Januar im Haus der Kunst Sondershausen bzw. im Theater Nordhausen Tangomusik hören.
Unter der musikalischen Leitung des langjährigen Generalmusikdirektors des Anhaltischen Theaters Dessau, Golo Berg, spielt das Loh-Orchester Musik des weltweit gefeierten Tangokomponisten Astor Piazzolla. Adiós Nonino heißt das Stück, das durch leise melancholische Töne ebenso wie durch typische markante Tango-Rhythmen besticht. Piazzolla komponierte es 1959 in Erinnerung an seinen verstorbenen Vater für Orchester und Bandoneon, das Tangoinstrument schlechthin. Gespielt wird dieses mit dem Akkordeon verwandte Instrument von Lothar Hensel, einem der renommiertesten Bandoneon-Virtuosen unserer Zeit.
Wie einst Piazzolla liegt auch Hensel der Tango so sehr im Blut, das er ihn selbst komponiert. Sein 2. Konzert für Bandoneon und Orchester, das er zum Konzert mit dem Loh-Orchester mit im Gepäck hat, huldigt dem Tango und präsentiert dabei die ungeheuer faszinierenden Seiten des Bandoneons.
Besonders am Herzen liegt Golo Berg die 15. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch. Es ist die letzte Sinfonie des Komponisten, in der er auf sein (musikalisches) Leben zurückblickt und dabei eigene und Werke anderer zitiert. So etwa aus Rossinis Ouvertüre zu der Oper Wilhelm Tell, der wiederum letzten Oper des Italieners.
Das 4. Sinfoniekonzert mit Werken von Rossini, Schostakowitsch, Piazzolla und Hensel findet am 30. Januar um 19.30 Uhr im Haus der Kunst Sondershausen sowie am 31. Januar um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen statt. Jeweils um 18.45 Uhr laden Golo Berg und Konzertdramaturgin Juliane Hirschmann zu einer Einführung in das Foyer ein.
Ganz besonders willkommen sind zu diesem Konzert Schülerinnen und Schüler: Nach beiden Konzerten lädt das Junge Theater zu einem Stammtisch im Restaurant Zum Erbprinzen in Sondershausen bzw. im Theaterrestaurant Da Capo in Nordhausen ein. Hier können die jungen Zuhörer mit den beiden Gästen des Abends in lockerer Atmosphäre ins Gespräch kommen.
Karten gibt es an der Theaterkasse (Tel. 0 36 31/98 34 52), in der Sondershausen-Information (Tel. 0 36 32/78 81 11) und an allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.

