Di, 13:15 Uhr
12.01.2010
Mehr als drei Milliarden Euro
Auf rund 70 Millionen Euro beläuft sich der jährliche Beitrag des Tourismus zum Steueraufkommen in Thüringen. Das ist ein Ergebnis der Studie Wirtschaftsfaktor Tourismus in Thüringen, den die dwif Consulting GmbH (München) im Auftrag des Thüringer Wirtschaftsministeriums erstellt hat. Wir haben die ersten Informationen und die Studie...
Zu dieser Steuerkraft haben auch die öffentlichen Investitionen der vergangenen Jahre beigetragen, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) mit Blick auf die Thüringer Tourismusförderung, die sich im Zeitraum seit 1990 auf durchschnittlich 16,4 Millionen Euro pro Jahr belief.
Weitere Ergebnisse der Studie: Die Zahl der jährlichen touristischen Aufenthaltstage liegt – einschließlich Tagesreisen oder Verwandten- und Bekanntenbesuchen – bei 99,92 Millionen. Allein die Zahl der Tagesreisen beläuft sich auf 74 Millionen. Insgesamt halten sich jeden Tag rechnerisch etwa 274.000 Touristen im Freistaat auf.
Aus dieser touristischen Nachfrage resultiert ein Bruttoumsatz von 3,2 Milliarden Euro. Davon profitieren neben dem Gastgewerbe (1,4 Milliarden Euro) vor allem der Einzelhandel (1,2 Milliarden Euro) und die lokalen Dienstleister (Freizeit, Unterhaltung, Transport etc.; 521 Millionen Euro). Im Durchschnitt werden von den Thüringen-Besuchern pro Kopf und Tag durchschnittlich 31,80 Euro ausgegeben. Bei den Tagesreisen liegen die Ausgaben bei 22,40 Euro, wobei mit 34,50 das meiste Geld in den Städten, im Thüringer Wald dagegen nur rund 18,00 Euro ausgegeben werden. Umgekehrt liegt das Einkommen aus der Tourismuswirtschaft pro Jahr und Einwohner bei etwa 670 Euro.
Nach Ansicht von Wirtschaftsminister Machnig geht es in Zukunft vor allem darum, für eine längere Aufenthaltsdauer der Thüringen-Touristen zu sorgen und die Zusammenarbeit der touristisch relevanten Bereiche – etwa zwischen Gastgewerbe und Einzelhandel – zu verbessern. Dazu kommt es darauf an, die Produktentwicklung zu verstärken und Touristen durch attraktivere Angebote und besseren Service länger im Land zu halten, so Machnig. Dafür sei eine Strukturreform bei Tourismusmarketing und -förderung notwendig, die mit der Fortschreibung der Tourismuskonzeption noch in diesem Jahr angeschoben werden soll. Gerade im Tourismus brauchen wir künftig ein Orchester und keine Solisten, sagte der Minister.
Autor: nnz/knZu dieser Steuerkraft haben auch die öffentlichen Investitionen der vergangenen Jahre beigetragen, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) mit Blick auf die Thüringer Tourismusförderung, die sich im Zeitraum seit 1990 auf durchschnittlich 16,4 Millionen Euro pro Jahr belief.
Weitere Ergebnisse der Studie: Die Zahl der jährlichen touristischen Aufenthaltstage liegt – einschließlich Tagesreisen oder Verwandten- und Bekanntenbesuchen – bei 99,92 Millionen. Allein die Zahl der Tagesreisen beläuft sich auf 74 Millionen. Insgesamt halten sich jeden Tag rechnerisch etwa 274.000 Touristen im Freistaat auf.
Aus dieser touristischen Nachfrage resultiert ein Bruttoumsatz von 3,2 Milliarden Euro. Davon profitieren neben dem Gastgewerbe (1,4 Milliarden Euro) vor allem der Einzelhandel (1,2 Milliarden Euro) und die lokalen Dienstleister (Freizeit, Unterhaltung, Transport etc.; 521 Millionen Euro). Im Durchschnitt werden von den Thüringen-Besuchern pro Kopf und Tag durchschnittlich 31,80 Euro ausgegeben. Bei den Tagesreisen liegen die Ausgaben bei 22,40 Euro, wobei mit 34,50 das meiste Geld in den Städten, im Thüringer Wald dagegen nur rund 18,00 Euro ausgegeben werden. Umgekehrt liegt das Einkommen aus der Tourismuswirtschaft pro Jahr und Einwohner bei etwa 670 Euro.
Nach Ansicht von Wirtschaftsminister Machnig geht es in Zukunft vor allem darum, für eine längere Aufenthaltsdauer der Thüringen-Touristen zu sorgen und die Zusammenarbeit der touristisch relevanten Bereiche – etwa zwischen Gastgewerbe und Einzelhandel – zu verbessern. Dazu kommt es darauf an, die Produktentwicklung zu verstärken und Touristen durch attraktivere Angebote und besseren Service länger im Land zu halten, so Machnig. Dafür sei eine Strukturreform bei Tourismusmarketing und -förderung notwendig, die mit der Fortschreibung der Tourismuskonzeption noch in diesem Jahr angeschoben werden soll. Gerade im Tourismus brauchen wir künftig ein Orchester und keine Solisten, sagte der Minister.
Downloads:
- Der Tagestourismus in Thüringen (476 kByte)
- Wirtschaftsfaktor Tourismus (589 kByte)
