Mo, 12:59 Uhr
31.01.2011
Hannes Pharma: Stellungnahme
In nnz-tv war in der vergangenen Woche über einen Test von Algen-Präparaten berichtet worden. Zu diesem Bericht liegt er Redaktion jetzt eine Stellungnahme eines der betroffenen Unternehmen vor...
Stellungnahme der Hannes Pharma GmbH zu den Aussagen der Stiftung Warentest
Nun ist es endlich soweit und die seit im Frühjahr 2010 angefangenen Untersuchungen der Stiftug Warentest der Algen Präperate hat es jetzt Ende Januar zur Veröffentlichung geschafft. 2 Monate vor umstrittenen Umsetzung des EU-Verkaufsverbotes für Heilpflanzen.
Die Ergebnisse haben mich eigentlich nicht sehr überrascht, und es laufen seit langen Bemühungen die Glaubhaftigkeit und den Nutzen der AFA Algen als sinnlos hinzustellen.
Ist das so, oder nicht?
1. Microcystin
Nachdem dies aus meiner Sicht der wichtigste und bedenklichste Punkt ist, möchte ich gerne ein paar Informationen ergänzen, die wohl bei der Stiftung Warentest untergegangen sind:
a) Studie über die Töxität von Microcystin
Die derzeitige gesetzliche Grenzwert wird auf der Grundlage einer von 1994 erstellten Studie erstellt, und wurde dann um einen "Sicherheits-Faktor" von 1000 durch die ODA reduziert. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Grenze mit einem Verfahren festgestellt wurden, in denen Mäuse reines Microcystin in Wasser gelöst zugeführt wurde, eine Methode zur Bestimmung der Toxizität von Microcystis in der öffentlichen Wasserversorgung.
Eine Studie, die in September 1999 von Ecotoxicology and Environmental Safety veröffentlicht wurde, welche die Toxizität untersuchen sollte, an Mäusen, die nicht mit reinen Microcystin in Wasser, sondern mit einen Algenmix gefüttert wurden (Aph. flos-aquae und anderen natürlich vorkommenden Arten). Für diesen Test wurde der Gehalt an Microcystin auf das 20fache der gesetzlichen Grenze hochgeschraubt und an Mäusen getestet. Die Mäuse wurden auf dem höchsten Verbrauch gefüttert, eine Menge von Algen, die für den Menschen hochgerechnet, mehr als die Hälfte eines Pfundes (4600 Kapseln / Tabletten) pro Tag bedeuten würde. Es wurden bei dieser Studie keine Nebenwirkungen beobachtet.
Diese Informationen stehen sowohl auf unserer Homepage, und wurden von mir auch an die Stiftung Warentest übersendet.
b) Toxität von Microcystin
In dem Testurteil der Stiftung Warentest ist die Rede von "Microcystinspuren nachweisbar". Doch welche Menge wird nicht angegeben. Und vor allem ist diese Menge schädlich? Das möchte ich gerne nachholen:
Durch Studien wurden für Microcystin Grenzwerte bestimmt, die allerdings wie in Punkt a) erläutert nur für das Trinkwasser gelten.
" ... FAWELL und Mitarbeiter haben in einer Langzeitstudie bei einer oralen taglichen Dosis von 40 µg Microcystin-LR pro Kilogramm Korpergewicht bei Mausen keine negativen Effekte festgestellt..." Auszug aus Dissortation von Anne Zeck (Seite 17 Punkt 1.1.3. erster Absatz)
Laut Untersuchung der Stiftung Warentest wurden festgestellt:
Microcystin und Nodularin mittels Microcystin-Adda-Eilsa (Abraxa):
0,8 µg/g Adda-Elisa-MCAquivalente und
0,43 µg/g LC-MS/MS MC-aquivalente.
Facit: Die gefunden Mengen sind in keinster Weise für den Verzehr schädlich und liegen weit unter den Grenzwerten. Zudem basieren die Grenzwerte auf den Genuss von Trinkwasser und sind somit als wesentlch weniger toxisch einzustufen.
" ...Die orale Aufnahme ist 30-100mal weniger toxisch als über intraperitoneale Injektion..." Auszug aus Dissortation von Anne Zeck (Seite 16 Punkt 1.1.2. erster Absatz)
c) Warum spricht die Stiftung Warentest von einer "Grünen Gefahr"?
Fr. Dr. Sauer von Stiftung Warentest behauptet, dass (ich zitiere wörtlich) "Microcystin Bakteriengifte sind, die von den AFA Alge aufgenommen werden" und weiter ..."deshalb halten wir die Einnahme solcher Produkte als sehr bedenklich...".
Anscheinend hat Frau Sauer hier etwas verwechselt, denn die AFA Alge nimmt diese Toxine nicht auf, sie selber scheidet diese Microcystine aus, und ob die Einnahme solcher Produkte als bedenklich einzustufen sind, führen wir später in Punkt 2a) und 3) aus.
"... Da Cyanobakterien auch in ihrer Größe anderen Algen ähneln, wurden sie früher fälschlicherweise zu den Algen gezählt. Erst nach der Einführung des Elektronenmikroskops konnte gezeigt werden, daß "Blaualgen" keinen membranumhüllten Zellkern besitzen und deshalb zu den Prokaryonten gehören (3). In neueren Veröffentlichungen werden sie deshalb auch als Cyanoprokaryonten bezeichnet (2)..." Auszug aus Dissortation von Anne Zeck (Seite 5 Punkt 1.1.1. erster Absatz)
"... Die Autoren konnten zeigen, daß Microcystine besonders unter schwachen Lichtbedingungen die Zellteilung der Cyanobakterien beschleunigen. Mit der dargestellten Hypothese kann nicht nur die Dominanz toxischer Cyanobakterienblüten erklärt werden, sondern auch die Produktion der Toxine vorwiegend gegen Ende des Wachstumszyklus und auch die Massenentwicklung anderer Algenarten nach dem Absterben von Blaualgenblüten..."Auszug aus Dissortation von Anne Zeck (Punkt 1.1.2. Seite 6 letzter Absatz)
Folglich ist Microcystin ein für das Wachstum der Alge notwendiger Stoff und die Toxität hängt sehr stark mit dem Zeitpunkt der Ernte ab, und vor allem nimmt die AFA Alge dieses Toxin nicht auf, die AFA Blaualge produziert das Toxin. Damit wird dieses Toxin nicht unbedenklicher, aber für die richtige Darstelllung des Sachverhaltes und für die Kompetenz Warnhinweise auszusprechen, sollte man sich mit der Materie auskennen und vor allem richtig darstellen.
Kurze Zusammenfassung der Ergebniss dieses Tests:
Das Spuren von Microcystin in der AFA Blaualge enthalten sind ist normal, es hängt nun von der Menge ab. Und wie Studien belegen, die es aber angeblich zu den Blaualgen nicht gibt - es sind ja keine großen Studien - , sind sogar Höchstmengen von 40µg pro kg Körpergewicht für den Menschen nicht schädlich.
Warum spricht Stiftung Warentest von einer "Grünen Gefahr"?
2. Warnhinweis von BFR
a) Woher kommt der Warnhinweis
Laut Aussagen von BFR sind die AFA Algen mit dem Toxin Microcystin belastet und stützt sich auf die Aussagen auf der Homepage der EHP. Doch wer ist EHP überhaupt?
Selber stellen sie sich vor als: Environmental Health Perspectives (EHP) is a monthly journal of peer-reviewed research and news published by the U.S. National Institute of Environmental Health Sciences, National Institutes of Health, Department of Health and Human Services.
Die Untersuchungen basieren auf der Probenentnahme von den 4 Herstellern der AFA Algen von Upper Klamath Lake. Es ist jedoch keine Rede davon, ob die Proben bereits von verarbeiteten AFA Algen oder von frisch aus dem See gesammelten Algen stammen, sondern nur dass diese im Mai gesammelt wurden, und die Proben, die im Januar gesammelt wurden einen geringeren Anteil an dem Toxin aufweisen.
Und wie schon dargestellt wurde, ist der Zeitpunkt der Probe entscheidend für eine Microcystin Bestimmung. Und vom Hersteller wurde uns angegeben, dass die Ernte der AFA Algen von Juni bis September stattfindet. Also wie relavant sind nun diese Ergebnisse vom Mai?
Das Ergebniss lautete wie folgt:
"Product testing. Analytical results for microcystins in BGA products collected between 1996 and 1999 are shown in Table 1. The average MCYST levels in the samples collected by OHD investigators from the four primary harvesters in 1996 and 1997 ranged from 2.15 to 10.89 µg/g. Microcystin concentrations in ODA samples collected in May 1998 were generally similar to OHD sampling results. Lower concentrations were observed in samples collected in January 1999."
Ferner steht bei der Bewertung von den Höchstmengen:
"Thus, a 1,000-fold total UF was applied to the NOAEL of 40 µg/kg-day to give a TDI of 0.04 µg/kg-day. Applying this result to a 60-kg adult results in 0.04 µg/kg-day 60 kg = 2.4 µg/day. Assuming a 2-g/day BGA consumption rate (based on product literature and discussions with BGA producers and consumers), 2.4 µg/day ÷ 2 g BGA/day = 1.2 µg/g 1.0 µg/g. Thus, for adults, a safe level for microcystins in BGA products was determined to be 1 µg/g. This level was adopted by the ODA as a regulatory standard for BGA products on 23 October 1997.. "
Wie schon in Punkt 1b) erläutert, basierend auf Trinkwasser, konnte man bei Versuchen auf Mäusen eine Unbedenklichkeit bestätigen bei dem Verzehr von 40µg pro kg Körpergewicht. In diesem Bericht von EHP wurde dieser Wert von 40µg pro kg Körpergewicht durch 1.000 geteilt und für einen Mensch mit 60kg Körpergewicht errechnet sich eine Höchstmenge von 2.4 µg/Tag. Bei einem täglichen Verzehr von 2g AFA Pulver werden die 2.4 µg/Tag durch 2 g BGA/Tag geteilt und am Ende kommt dann ein Wert von 1 µg/g Microcystin heraus, der als unbedenklich gilt.
Das ist der Standard der ODA für BGA Produkte seit 23 October 1997.
Und auch wenn ich Gefahr laufe mich zu wiederholen, es ist wichtig zu verstehen, dass diese Grenze mit einem Verfahren festgestellt wurden, in denen Mäuse reines Microcystin in Wasser gelöst zugeführt wurde, eine Methode zur Bestimmung der Toxizität von Microcystins in der öffentlichen Wasserversorgung.
b) Wie flexibel geht der BFR mit Obergrenzen um
"..Für Rückstände werden im Rahmen der Rückstandshöchstmengenverordnung Höchstmengen festgelegt. Diese Werte sind nicht medizinisch und toxikologisch begründet, sondern orientieren sich an der guten landwirtschaftlichen Praxis, an juristischen, gesellschaftlichen und auch politischen Forderungen. Es ist selbstverständlich, dass bei Rückstandshöchstmengen gesundheitlich bedenkliche Werte unterschritten werden müssen..." Auszug aus der Stellungnahme des BFR: Rückstände und Kontaminanten
Diese Aussage spricht für sich und bedarf keinerlei Zusatzworte.
Dies führt dazu, dass bei Fischerzeugnissen der Höchstwert an Schwermetallen wesentlich höher liegt als bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen.
So gelten z.B. Quecksilber-Höchstmengen nach SHmV:
Lebensmittel Höchstmenge Hg
Aal, Hecht, Zander, Blauleng, Eishai, Heringshai, Katfisch, Rotbarsch, Schwertfisch, Stör, weißer Heilbutt und daraus hergestellte Erzeugnisse; 1,0 mg/kg
sonstige Fische, Krusten-, Schalen- und Weichtiere und daraus hergestellte Erzeugnisse 0,5 mg/kg
aber für Quecksilber in Lebenmitteln
Lebensmittel Höchstmenge Hg
Milch 0,01 mg/kg
Hühnerfleisch, Schweinefleisch, Weizen, Roggen, eis 0,03 mg/kg
Diese Tatsachen führen zu einer klaren Frage, ohne die Autorität des BFR zu untergraben:
Woran richten sich die Obergrenzen für Schwermetalle? Nach wirtschaftlichen Interessengruppen oder der Gesundheit der Menschen? Ist Quecksilber in Fisch weniger gefährlich als in Hühnerfleisch?
Und bei der AFA Alge, obwohl anerkannte wissenschaftliche Studien einen sehr konservativen Grenzwert von Micocysten festlegen, werden diese in Frage gestellt und Warnhinweise herausgegeben. Ist das zu glauben?
3. Wie sicher sind AFA Algen von HANNES, wir fassen zusammen
a) Gemäß einer Bestimmung für einen Grenzwert an Microcystin hat die ODA im Oktober 1997 eine sehr konservative Obergrenze von 1 µg/g Microcystin festgelegt, welcher als sicher gilt.
In der Dissortation von Anne Zeck über cyanobakterielle Hepatoxine (Microcystine und Nodularine) wird dargestellt, dass eine orale Einnahme von diesen Toxin 30 bis 100 mal weniger toxisch reagiert als eine Injektion ins Blut. Wenn man nun davon ausgehen kann, dass ein Verzehr über Algen wesentlich ungefährlicher ist, als wenn man Trinkwasser verwendet, so kann man davon ausgehen, dass diese 1 µg/g als absolut unbedenklich einzustufen sind.
b) Laut Untersuchung der Stiftung Warentest wurden bei HANNES AFA Algen folgende Werte festgestellt, welche deutlich unterhalb des Grenzwertes der ODA für Trinkwasser liegen, und für den verzehr keinerlei Gefahr darstellen:
Microcystin und Nodularin mittels Microcystin-Adda-Eilsa (Abraxa):
0,8 µg/g Adda-Elisa-MCAquivalente und
0,43 µg/g LC-MS/MS MC-aquivalente.
c) Stiftung Warentest spricht aber von einer "Grüner Gefahr" , und bewertet die Produkte von der Fa. GSE und HANNES als: "vom Verzehr abzuraten".
d) Auf unserer Homepage stellen wir sehr umfangreiche Informationen zu den AFA ALgen, sämtliche Analysen über Schwermetalle, Microcystin und Vollstoffanalyse bereit. Und besonders das Thema Microcystin ist speciell aufbereitet.
e) AFA ALgen, Spirulina und Chlorella alle unter einen Hut zu kehren ist absolut falsch, denn die Grünalgen stellt wohl bekanntesten Algenart dar und enthält rund 500 Gattungen mit etwa 8000 Arten.
f) Stiftung Warentest hat anscheinend ein paar wichtige Punkte nicht richtig recherchiert, bzw. nicht berücksichtigt und spiegelt durch deren Veröffentlichung falsche Tatsachen vor.
Als seriöse und unabhängige Testorganisation sollte sich Stiftung Warentest nicht auf ein derartiges Niveau herunterlassen, und deren Veröffentlichung richtig stellen.
Als unabhängige Testorganisation, sollte sie sich nicht auf fremde Meinung stützen, sondern die Qualität der Produkte unter die Lupe nehmen, und dass ist nicht nur die Belastung von Giftsstoffen, und eine subjektive Meinung dritter wiedergeben. Es gibt in diesem Land sehr viele Menschen, die Algenprodukte verwenden und erfolgreich und gerne verwenden. Das wäre eine "große Studie" die so manch einen überraschen würde und die Vorwürfe dementieren würde.
Qualtität fängt von der Art und Weise des Anbaues an, von der Trocknungs- und Verarbeitungsmethode und hört mit den Qualitätsmanagement der Firmen auf. Dies ist entscheidend für eine gute Qualität. Diese Punkte vermisse ich leider bei der Beurteilung des Test.
Ob diese Algen einen Nutzen haben oder nicht, dass kann man doch getrost den vielen Millionen von Verbrauchern entscheiden lassen, die immer mehr werden. Und das liegt bestimmt nicht daran, dass diese Nährstoffe von Supplementen keinen Nutzen haben. Und denjenigen Firmen, die mit unseriösen Aussagen werben, darum kümmern sich mit Vorliebe die Abmahnvereine.
g) Komischerweise greift das ZDF 3 Tage nach der Veröffentlichung des Testes dieses Thema in der Sendung WISO auf, um auf eine "Grüne Gefahr" aufmerksam zu machen, wo nach unseren Fakten überhaupt gar keine Gefahr besteht.
Unser Facit:
Anscheinend hat die umstrittenen Umsetzung des EU-Verkaufsverbotes für Heilpflanzen, welches im April 2011 umgesetzt werden soll, und oberflächlich betrachtet den Schutz des Verbrauchers vor Pflanzen sicherstellen soll, wo eine traditionelle Anwendung bereits seit vielen hunderten von Jahren sicher prakteziert wurde;
der Einfluss von Codex Alimentarius, der oberflächlich betrachtet zum Schutz der Verbraucher die sichere Zufuhr von Nährstoffen gewährleisten soll, aber ein ganz anderes Ziel verfolgt
und der Einfluss gewisser Interessengruppen, die an gesunden Menschen keine Verwendung haben, einen direkten Einfluss auf diese ganzen Geschehnisse.
Von der AFA Alge geht keine Gefahr aus, die Werte liegen alle unterhalb der konsrevativen Obergrenzen der ODA. Unser Hersteller in Klamath Lake kommt nach unseren Information seinen Verpflichtungen vollends nach und wird uns in den nächsten Tagen eine Stellungsnahme zuschicken.
Mit besten Grüßen
Markus Hannes
Hannes Pharma GmbH
Autor: nnzStellungnahme der Hannes Pharma GmbH zu den Aussagen der Stiftung Warentest
Nun ist es endlich soweit und die seit im Frühjahr 2010 angefangenen Untersuchungen der Stiftug Warentest der Algen Präperate hat es jetzt Ende Januar zur Veröffentlichung geschafft. 2 Monate vor umstrittenen Umsetzung des EU-Verkaufsverbotes für Heilpflanzen.
Die Ergebnisse haben mich eigentlich nicht sehr überrascht, und es laufen seit langen Bemühungen die Glaubhaftigkeit und den Nutzen der AFA Algen als sinnlos hinzustellen.
Ist das so, oder nicht?
1. Microcystin
Nachdem dies aus meiner Sicht der wichtigste und bedenklichste Punkt ist, möchte ich gerne ein paar Informationen ergänzen, die wohl bei der Stiftung Warentest untergegangen sind:
a) Studie über die Töxität von Microcystin
Die derzeitige gesetzliche Grenzwert wird auf der Grundlage einer von 1994 erstellten Studie erstellt, und wurde dann um einen "Sicherheits-Faktor" von 1000 durch die ODA reduziert. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Grenze mit einem Verfahren festgestellt wurden, in denen Mäuse reines Microcystin in Wasser gelöst zugeführt wurde, eine Methode zur Bestimmung der Toxizität von Microcystis in der öffentlichen Wasserversorgung.
Eine Studie, die in September 1999 von Ecotoxicology and Environmental Safety veröffentlicht wurde, welche die Toxizität untersuchen sollte, an Mäusen, die nicht mit reinen Microcystin in Wasser, sondern mit einen Algenmix gefüttert wurden (Aph. flos-aquae und anderen natürlich vorkommenden Arten). Für diesen Test wurde der Gehalt an Microcystin auf das 20fache der gesetzlichen Grenze hochgeschraubt und an Mäusen getestet. Die Mäuse wurden auf dem höchsten Verbrauch gefüttert, eine Menge von Algen, die für den Menschen hochgerechnet, mehr als die Hälfte eines Pfundes (4600 Kapseln / Tabletten) pro Tag bedeuten würde. Es wurden bei dieser Studie keine Nebenwirkungen beobachtet.
Diese Informationen stehen sowohl auf unserer Homepage, und wurden von mir auch an die Stiftung Warentest übersendet.
b) Toxität von Microcystin
In dem Testurteil der Stiftung Warentest ist die Rede von "Microcystinspuren nachweisbar". Doch welche Menge wird nicht angegeben. Und vor allem ist diese Menge schädlich? Das möchte ich gerne nachholen:
Durch Studien wurden für Microcystin Grenzwerte bestimmt, die allerdings wie in Punkt a) erläutert nur für das Trinkwasser gelten.
" ... FAWELL und Mitarbeiter haben in einer Langzeitstudie bei einer oralen taglichen Dosis von 40 µg Microcystin-LR pro Kilogramm Korpergewicht bei Mausen keine negativen Effekte festgestellt..." Auszug aus Dissortation von Anne Zeck (Seite 17 Punkt 1.1.3. erster Absatz)
Laut Untersuchung der Stiftung Warentest wurden festgestellt:
Microcystin und Nodularin mittels Microcystin-Adda-Eilsa (Abraxa):
0,8 µg/g Adda-Elisa-MCAquivalente und
0,43 µg/g LC-MS/MS MC-aquivalente.
Facit: Die gefunden Mengen sind in keinster Weise für den Verzehr schädlich und liegen weit unter den Grenzwerten. Zudem basieren die Grenzwerte auf den Genuss von Trinkwasser und sind somit als wesentlch weniger toxisch einzustufen.
" ...Die orale Aufnahme ist 30-100mal weniger toxisch als über intraperitoneale Injektion..." Auszug aus Dissortation von Anne Zeck (Seite 16 Punkt 1.1.2. erster Absatz)
c) Warum spricht die Stiftung Warentest von einer "Grünen Gefahr"?
Fr. Dr. Sauer von Stiftung Warentest behauptet, dass (ich zitiere wörtlich) "Microcystin Bakteriengifte sind, die von den AFA Alge aufgenommen werden" und weiter ..."deshalb halten wir die Einnahme solcher Produkte als sehr bedenklich...".
Anscheinend hat Frau Sauer hier etwas verwechselt, denn die AFA Alge nimmt diese Toxine nicht auf, sie selber scheidet diese Microcystine aus, und ob die Einnahme solcher Produkte als bedenklich einzustufen sind, führen wir später in Punkt 2a) und 3) aus.
"... Da Cyanobakterien auch in ihrer Größe anderen Algen ähneln, wurden sie früher fälschlicherweise zu den Algen gezählt. Erst nach der Einführung des Elektronenmikroskops konnte gezeigt werden, daß "Blaualgen" keinen membranumhüllten Zellkern besitzen und deshalb zu den Prokaryonten gehören (3). In neueren Veröffentlichungen werden sie deshalb auch als Cyanoprokaryonten bezeichnet (2)..." Auszug aus Dissortation von Anne Zeck (Seite 5 Punkt 1.1.1. erster Absatz)
"... Die Autoren konnten zeigen, daß Microcystine besonders unter schwachen Lichtbedingungen die Zellteilung der Cyanobakterien beschleunigen. Mit der dargestellten Hypothese kann nicht nur die Dominanz toxischer Cyanobakterienblüten erklärt werden, sondern auch die Produktion der Toxine vorwiegend gegen Ende des Wachstumszyklus und auch die Massenentwicklung anderer Algenarten nach dem Absterben von Blaualgenblüten..."Auszug aus Dissortation von Anne Zeck (Punkt 1.1.2. Seite 6 letzter Absatz)
Folglich ist Microcystin ein für das Wachstum der Alge notwendiger Stoff und die Toxität hängt sehr stark mit dem Zeitpunkt der Ernte ab, und vor allem nimmt die AFA Alge dieses Toxin nicht auf, die AFA Blaualge produziert das Toxin. Damit wird dieses Toxin nicht unbedenklicher, aber für die richtige Darstelllung des Sachverhaltes und für die Kompetenz Warnhinweise auszusprechen, sollte man sich mit der Materie auskennen und vor allem richtig darstellen.
Kurze Zusammenfassung der Ergebniss dieses Tests:
Das Spuren von Microcystin in der AFA Blaualge enthalten sind ist normal, es hängt nun von der Menge ab. Und wie Studien belegen, die es aber angeblich zu den Blaualgen nicht gibt - es sind ja keine großen Studien - , sind sogar Höchstmengen von 40µg pro kg Körpergewicht für den Menschen nicht schädlich.
Warum spricht Stiftung Warentest von einer "Grünen Gefahr"?
2. Warnhinweis von BFR
a) Woher kommt der Warnhinweis
Laut Aussagen von BFR sind die AFA Algen mit dem Toxin Microcystin belastet und stützt sich auf die Aussagen auf der Homepage der EHP. Doch wer ist EHP überhaupt?
Selber stellen sie sich vor als: Environmental Health Perspectives (EHP) is a monthly journal of peer-reviewed research and news published by the U.S. National Institute of Environmental Health Sciences, National Institutes of Health, Department of Health and Human Services.
Die Untersuchungen basieren auf der Probenentnahme von den 4 Herstellern der AFA Algen von Upper Klamath Lake. Es ist jedoch keine Rede davon, ob die Proben bereits von verarbeiteten AFA Algen oder von frisch aus dem See gesammelten Algen stammen, sondern nur dass diese im Mai gesammelt wurden, und die Proben, die im Januar gesammelt wurden einen geringeren Anteil an dem Toxin aufweisen.
Und wie schon dargestellt wurde, ist der Zeitpunkt der Probe entscheidend für eine Microcystin Bestimmung. Und vom Hersteller wurde uns angegeben, dass die Ernte der AFA Algen von Juni bis September stattfindet. Also wie relavant sind nun diese Ergebnisse vom Mai?
Das Ergebniss lautete wie folgt:
"Product testing. Analytical results for microcystins in BGA products collected between 1996 and 1999 are shown in Table 1. The average MCYST levels in the samples collected by OHD investigators from the four primary harvesters in 1996 and 1997 ranged from 2.15 to 10.89 µg/g. Microcystin concentrations in ODA samples collected in May 1998 were generally similar to OHD sampling results. Lower concentrations were observed in samples collected in January 1999."
Ferner steht bei der Bewertung von den Höchstmengen:
"Thus, a 1,000-fold total UF was applied to the NOAEL of 40 µg/kg-day to give a TDI of 0.04 µg/kg-day. Applying this result to a 60-kg adult results in 0.04 µg/kg-day 60 kg = 2.4 µg/day. Assuming a 2-g/day BGA consumption rate (based on product literature and discussions with BGA producers and consumers), 2.4 µg/day ÷ 2 g BGA/day = 1.2 µg/g 1.0 µg/g. Thus, for adults, a safe level for microcystins in BGA products was determined to be 1 µg/g. This level was adopted by the ODA as a regulatory standard for BGA products on 23 October 1997.. "
Wie schon in Punkt 1b) erläutert, basierend auf Trinkwasser, konnte man bei Versuchen auf Mäusen eine Unbedenklichkeit bestätigen bei dem Verzehr von 40µg pro kg Körpergewicht. In diesem Bericht von EHP wurde dieser Wert von 40µg pro kg Körpergewicht durch 1.000 geteilt und für einen Mensch mit 60kg Körpergewicht errechnet sich eine Höchstmenge von 2.4 µg/Tag. Bei einem täglichen Verzehr von 2g AFA Pulver werden die 2.4 µg/Tag durch 2 g BGA/Tag geteilt und am Ende kommt dann ein Wert von 1 µg/g Microcystin heraus, der als unbedenklich gilt.
Das ist der Standard der ODA für BGA Produkte seit 23 October 1997.
Und auch wenn ich Gefahr laufe mich zu wiederholen, es ist wichtig zu verstehen, dass diese Grenze mit einem Verfahren festgestellt wurden, in denen Mäuse reines Microcystin in Wasser gelöst zugeführt wurde, eine Methode zur Bestimmung der Toxizität von Microcystins in der öffentlichen Wasserversorgung.
b) Wie flexibel geht der BFR mit Obergrenzen um
"..Für Rückstände werden im Rahmen der Rückstandshöchstmengenverordnung Höchstmengen festgelegt. Diese Werte sind nicht medizinisch und toxikologisch begründet, sondern orientieren sich an der guten landwirtschaftlichen Praxis, an juristischen, gesellschaftlichen und auch politischen Forderungen. Es ist selbstverständlich, dass bei Rückstandshöchstmengen gesundheitlich bedenkliche Werte unterschritten werden müssen..." Auszug aus der Stellungnahme des BFR: Rückstände und Kontaminanten
Diese Aussage spricht für sich und bedarf keinerlei Zusatzworte.
Dies führt dazu, dass bei Fischerzeugnissen der Höchstwert an Schwermetallen wesentlich höher liegt als bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen.
So gelten z.B. Quecksilber-Höchstmengen nach SHmV:
Lebensmittel Höchstmenge Hg
Aal, Hecht, Zander, Blauleng, Eishai, Heringshai, Katfisch, Rotbarsch, Schwertfisch, Stör, weißer Heilbutt und daraus hergestellte Erzeugnisse; 1,0 mg/kg
sonstige Fische, Krusten-, Schalen- und Weichtiere und daraus hergestellte Erzeugnisse 0,5 mg/kg
aber für Quecksilber in Lebenmitteln
Lebensmittel Höchstmenge Hg
Milch 0,01 mg/kg
Hühnerfleisch, Schweinefleisch, Weizen, Roggen, eis 0,03 mg/kg
Diese Tatsachen führen zu einer klaren Frage, ohne die Autorität des BFR zu untergraben:
Woran richten sich die Obergrenzen für Schwermetalle? Nach wirtschaftlichen Interessengruppen oder der Gesundheit der Menschen? Ist Quecksilber in Fisch weniger gefährlich als in Hühnerfleisch?
Und bei der AFA Alge, obwohl anerkannte wissenschaftliche Studien einen sehr konservativen Grenzwert von Micocysten festlegen, werden diese in Frage gestellt und Warnhinweise herausgegeben. Ist das zu glauben?
3. Wie sicher sind AFA Algen von HANNES, wir fassen zusammen
a) Gemäß einer Bestimmung für einen Grenzwert an Microcystin hat die ODA im Oktober 1997 eine sehr konservative Obergrenze von 1 µg/g Microcystin festgelegt, welcher als sicher gilt.
In der Dissortation von Anne Zeck über cyanobakterielle Hepatoxine (Microcystine und Nodularine) wird dargestellt, dass eine orale Einnahme von diesen Toxin 30 bis 100 mal weniger toxisch reagiert als eine Injektion ins Blut. Wenn man nun davon ausgehen kann, dass ein Verzehr über Algen wesentlich ungefährlicher ist, als wenn man Trinkwasser verwendet, so kann man davon ausgehen, dass diese 1 µg/g als absolut unbedenklich einzustufen sind.
b) Laut Untersuchung der Stiftung Warentest wurden bei HANNES AFA Algen folgende Werte festgestellt, welche deutlich unterhalb des Grenzwertes der ODA für Trinkwasser liegen, und für den verzehr keinerlei Gefahr darstellen:
Microcystin und Nodularin mittels Microcystin-Adda-Eilsa (Abraxa):
0,8 µg/g Adda-Elisa-MCAquivalente und
0,43 µg/g LC-MS/MS MC-aquivalente.
c) Stiftung Warentest spricht aber von einer "Grüner Gefahr" , und bewertet die Produkte von der Fa. GSE und HANNES als: "vom Verzehr abzuraten".
d) Auf unserer Homepage stellen wir sehr umfangreiche Informationen zu den AFA ALgen, sämtliche Analysen über Schwermetalle, Microcystin und Vollstoffanalyse bereit. Und besonders das Thema Microcystin ist speciell aufbereitet.
e) AFA ALgen, Spirulina und Chlorella alle unter einen Hut zu kehren ist absolut falsch, denn die Grünalgen stellt wohl bekanntesten Algenart dar und enthält rund 500 Gattungen mit etwa 8000 Arten.
f) Stiftung Warentest hat anscheinend ein paar wichtige Punkte nicht richtig recherchiert, bzw. nicht berücksichtigt und spiegelt durch deren Veröffentlichung falsche Tatsachen vor.
Als seriöse und unabhängige Testorganisation sollte sich Stiftung Warentest nicht auf ein derartiges Niveau herunterlassen, und deren Veröffentlichung richtig stellen.
Als unabhängige Testorganisation, sollte sie sich nicht auf fremde Meinung stützen, sondern die Qualität der Produkte unter die Lupe nehmen, und dass ist nicht nur die Belastung von Giftsstoffen, und eine subjektive Meinung dritter wiedergeben. Es gibt in diesem Land sehr viele Menschen, die Algenprodukte verwenden und erfolgreich und gerne verwenden. Das wäre eine "große Studie" die so manch einen überraschen würde und die Vorwürfe dementieren würde.
Qualtität fängt von der Art und Weise des Anbaues an, von der Trocknungs- und Verarbeitungsmethode und hört mit den Qualitätsmanagement der Firmen auf. Dies ist entscheidend für eine gute Qualität. Diese Punkte vermisse ich leider bei der Beurteilung des Test.
Ob diese Algen einen Nutzen haben oder nicht, dass kann man doch getrost den vielen Millionen von Verbrauchern entscheiden lassen, die immer mehr werden. Und das liegt bestimmt nicht daran, dass diese Nährstoffe von Supplementen keinen Nutzen haben. Und denjenigen Firmen, die mit unseriösen Aussagen werben, darum kümmern sich mit Vorliebe die Abmahnvereine.
g) Komischerweise greift das ZDF 3 Tage nach der Veröffentlichung des Testes dieses Thema in der Sendung WISO auf, um auf eine "Grüne Gefahr" aufmerksam zu machen, wo nach unseren Fakten überhaupt gar keine Gefahr besteht.
Unser Facit:
Anscheinend hat die umstrittenen Umsetzung des EU-Verkaufsverbotes für Heilpflanzen, welches im April 2011 umgesetzt werden soll, und oberflächlich betrachtet den Schutz des Verbrauchers vor Pflanzen sicherstellen soll, wo eine traditionelle Anwendung bereits seit vielen hunderten von Jahren sicher prakteziert wurde;
der Einfluss von Codex Alimentarius, der oberflächlich betrachtet zum Schutz der Verbraucher die sichere Zufuhr von Nährstoffen gewährleisten soll, aber ein ganz anderes Ziel verfolgt
und der Einfluss gewisser Interessengruppen, die an gesunden Menschen keine Verwendung haben, einen direkten Einfluss auf diese ganzen Geschehnisse.
Von der AFA Alge geht keine Gefahr aus, die Werte liegen alle unterhalb der konsrevativen Obergrenzen der ODA. Unser Hersteller in Klamath Lake kommt nach unseren Information seinen Verpflichtungen vollends nach und wird uns in den nächsten Tagen eine Stellungsnahme zuschicken.
Mit besten Grüßen
Markus Hannes
Hannes Pharma GmbH