Mi, 11:37 Uhr
30.03.2011
Beschäftigte müssen stärker profitieren
Ein Aufschwung nach Maß: Mit diesen Worten hat Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) die heute vorgelegten Zahlen des Landesamts für Statistik zur Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2010 kommentiert. Demnach ist das Bruttoinlandsprodukt in Thüringen um drei Prozent und damit stärker als in den anderen neuen Ländern gewachsen.
Erneut hat sich die Industrie mit einem Anstieg der Bruttowertschöpfung um 13,9 Prozent als eigentlicher Konjunkturmotor erwiesen: Thüringen liegt hier bundesweit auf Rang 4, nur knapp hinter dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Die Thüringer Industrie hat sich nach der Krise in der ersten Wachstumsliga zurückgemeldet, sagte Machnig. Insgesamt wurden im Freistaat Waren und Dienstleistungen im Wert von knapp 50 Milliarden Euro produziert.
Allerdings habe der Zuwachs den Einbruch der Thüringer Wirtschaftsleistung im Jahr 2009 um 3,8 Prozent noch nicht vollständig kompensieren können. Auch sei das Wachstum der ostdeutschen Länder unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt von 3,6 Prozent geblieben. Dennoch: Die insgesamt gute Entwicklung verschafft uns den nötigen Rückenwind, um in Thüringen die Weichen für ein langfristig stabiles Wirtschaftswachstum zu stellen, so Machnig.
Dazu gehören aus Sicht des Ministers vor allem eine gezielte Unterstützung von Unternehmensinvestitionen, die Kofinanzierung sämtlicher Fördermittel von Bund und EU und ein hohes Niveau öffentlicher Investitionen. Dazu gehöre auch eine stärkere Fokussierung der Wirtschaftspolitik auf die im Trendatlas identifizierten Wachstumsfelder und die Umsetzung der dort vorgeschlagenen Infrastrukturmaßnahmen. Auch der Bund bleibe gefordert, die Weichen für künftiges Wachstum zu stellen. Notwendig sei u.a. eine steuerliche Begünstigung von Investitionen und Forschungsausgaben vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen, die Verbesserung von Abschreibungsmöglichkeiten sowie Investitionszulagen für ressourcensparende Investitionen.
Stärker von der guten Entwicklung profitieren müssten künftig aber auch die Thüringer Arbeitnehmer, so die Forderung des Ministers. Wir sollten uns nicht von selbsternannten Wirtschaftsexperten einreden lassen, dass sichere Arbeitsplätze und vernünftige Löhne konjunkturgefährdend sind, sagte Machnig. Umgekehrt werde ein Schuh daraus: Gute Arbeit sichert den Fachkräftenachwuchs und damit den Standort insgesamt.
Gerade im derzeitigen Wirtschaftsaufschwung werde das Wirtschaftsministerium deshalb die Bekämpfung von Niedriglöhnen und die Eindämmung der Leiharbeit mit Nachdruck weiter vorantreiben.
Autor: nnzErneut hat sich die Industrie mit einem Anstieg der Bruttowertschöpfung um 13,9 Prozent als eigentlicher Konjunkturmotor erwiesen: Thüringen liegt hier bundesweit auf Rang 4, nur knapp hinter dem Saarland, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Die Thüringer Industrie hat sich nach der Krise in der ersten Wachstumsliga zurückgemeldet, sagte Machnig. Insgesamt wurden im Freistaat Waren und Dienstleistungen im Wert von knapp 50 Milliarden Euro produziert.
Allerdings habe der Zuwachs den Einbruch der Thüringer Wirtschaftsleistung im Jahr 2009 um 3,8 Prozent noch nicht vollständig kompensieren können. Auch sei das Wachstum der ostdeutschen Länder unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt von 3,6 Prozent geblieben. Dennoch: Die insgesamt gute Entwicklung verschafft uns den nötigen Rückenwind, um in Thüringen die Weichen für ein langfristig stabiles Wirtschaftswachstum zu stellen, so Machnig.
Dazu gehören aus Sicht des Ministers vor allem eine gezielte Unterstützung von Unternehmensinvestitionen, die Kofinanzierung sämtlicher Fördermittel von Bund und EU und ein hohes Niveau öffentlicher Investitionen. Dazu gehöre auch eine stärkere Fokussierung der Wirtschaftspolitik auf die im Trendatlas identifizierten Wachstumsfelder und die Umsetzung der dort vorgeschlagenen Infrastrukturmaßnahmen. Auch der Bund bleibe gefordert, die Weichen für künftiges Wachstum zu stellen. Notwendig sei u.a. eine steuerliche Begünstigung von Investitionen und Forschungsausgaben vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen, die Verbesserung von Abschreibungsmöglichkeiten sowie Investitionszulagen für ressourcensparende Investitionen.
Stärker von der guten Entwicklung profitieren müssten künftig aber auch die Thüringer Arbeitnehmer, so die Forderung des Ministers. Wir sollten uns nicht von selbsternannten Wirtschaftsexperten einreden lassen, dass sichere Arbeitsplätze und vernünftige Löhne konjunkturgefährdend sind, sagte Machnig. Umgekehrt werde ein Schuh daraus: Gute Arbeit sichert den Fachkräftenachwuchs und damit den Standort insgesamt.
Gerade im derzeitigen Wirtschaftsaufschwung werde das Wirtschaftsministerium deshalb die Bekämpfung von Niedriglöhnen und die Eindämmung der Leiharbeit mit Nachdruck weiter vorantreiben.
