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Do, 16:15 Uhr
26.05.2011

Der Mitmach-Parcours auf Reisen

Durch den Mitmach-Parcours will die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln, den Schutz vor HIV und den Umgang mit HIV-infizierten und aidskranken Menschen gerade bei jugendlichen Menschen wieder neu ins Gespräch bringen. Gut 500 Schülerinnen und Schüler des Kyffhäuserkreises können sich informieren...

Das Konzept basiert auf einem erlebnisorientierten Ansatz. Er geht von der Idee aus, dass Aids-Aufklärung für Jugendliche Elemente wie Spaß, Abwechslung und Spannung integrieren muss, um die "fun- und action"- gewöhnte Jugend (erneut) für das Thema zu interessieren. Daher hat die BZgA ein Instrument entwickelt, das als Stationslauf gestaltet ist. Dazu hat man sich vor Ort Mitsteiter gesucht:

Kreisjugendring Kyffhäuserkreis e.V.
Stadt Sondershausen, Stadtjugendpflege
Starthilfe Sondershausen e.V., Schwangerschafts(konflikt)beratung
Diakonieverbund Kyffhäuser gGmbH, Psychosoziale Beratungsstelle
Landratsamt Kyffhäuserkreis, Gesundheitsamt
Stadtjugendring Sondershausen e.V.
Jugendhilfe- und Förderverein Bad Frankenhausen e.V.,
Schulverweigerung - 2. Chance

Mitmach-Parcours  (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Mitmach-Parcours (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Am heutigen Donnerstag und am morgigen Freitag werden Schülerinnen und Schüler, voraussichtlich 500 Teilnehmer, der Regelschule Östertal, der Regelschule Franzberg, des Staatliche Berufsschulzentrum Sondershausen und des Förderzentrum "J.-H.-Pestalozzi" alle Sondershausen daran teilnehmen. Analoge Veranstaltungen fanden bereits gestern im Ostteil des Kyffhäuserkreises in Artern statt.

Im Rahmen einer 1,5-stündigen Veranstaltung durchlaufen die Teilnehmer/'innen in kleinen Gruppen mehrere Stationen, an denen sie bestimmte Aufgaben lösen. Ein Wettbewerb zwischen den einzelnen Gruppen sorgt dabei für die nötige Spannung und ist als spielerische Herausforderung ein hoher Motivationsanreiz, um sich aktiv zu beteiligen. Und man war mit Begeisterung dabei. Dabei konnte festgestellt werden , so Roland Titt von der BZgA, dass zwar schon viel Wissen da ist, aber es auch noch viele Fehleinschätzungen gibt.

Mitmach-Parcours  (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Mitmach-Parcours (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Jede Station des Mitmach-Parcours besteht aus einem großen Spielfeld zu einem speziellen Aspekt von HIV und Aids. So werden z.B. Piktogramme, ein Glücksrad und ein Puzzle eingesetzt, um mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins Gespräch zu kommen.
Neben Spiel und Erlebnis geht es jedoch vor allem um die persönliche Auseinandersetzung mit Aids und um die Motivation zur Einstellungs- und Verhaltensänderung. Daher lebt der Mitmach-Parcours von der Stationsbetreuung und der zielgruppenspezifischen Moderation. Die einzelnen Gruppen werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern i.A. der BZgA und regionalen Präventionsfachkräften begleitet, welche die Aufgabe haben, die Fragen und Diskussionen sowie die Präventionsbotschaften dem entsprechenden Alter, Bildungs- und Informationsstand der Teilnehmer/'innen anzupassen.

Mitmach-Parcours  (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Mitmach-Parcours (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Nach der Veranstalung war der Informationsstand mit den Broschüren dicht umlagert.

Andy Flehming von der Skate-Arena, in der die Veranstaltungen stattfanden, zeigte sich gegenüber kn zufrieden, dass er viele Gesichter wieder sah, die auch so schon mal in der Skate-Arena waren. Ähnlich äußerte sich Sandra Zornemann vom Kreisjugendring, die bereits viele der Teilnehmer im JUST begrüßt hatte. Da solche Veranstaltungen nicht ohne Aufwand über die Bühne gehen, war Zornemann zufrieden, dass hier im Rahmen des Projekts "Stärken vor Ort" eine Teilaufgabe gelöst wurde. Träger des Projekts war der Stadtjugendring Sondershausen e.V. und gefördert wurde es durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Durch seinen umfassenden Ansatz und die Kombination von Information, Emotion mit spannenden Aktionen, ist der Mitmach-Parcours zu Aids, Liebe & Sexualität ein erfolgreiches Präventionsangebot, welches seit 1994 bundesweit eingesetzt wird. Die spielerische und methodisch abwechslungsreiche Veranstaltungsform weckt einerseits Neugierde und erhöht die Aufmerksamkeit der Jugendlichen, sie ermöglicht andererseits aber auch einen leichteren und offeneren Umgang mit dem Thema Sexualität. Im Verlauf ihrer Teilnahme bauen die Teilnehmer/-innen Hemmschwellen ab und agieren freier und spontaner.

Im Gespräch mit kn hob Roland Titt hervor, dass es wichtig sein, nicht mit erhobenen Zeigefinger zu arbeiten, sondern die Jugendlichen ab der 8. Klasse auf ihre eigene Verantwortung aufmerksam zu machen. Dazu muss man den Jugendlichen bei solchen Veranstaltungen auf Augenhöhe entgegen kommen. Wer irgend wann sexuell aktiv ist, sollte, ja muss sich mit dem Thema Aids auseinander setzen. Bleibt nur zu hoffen, dass im Kyffhäuserkreis auch bald noch die anderen Regelschulen, wie Ebeleben und Greußen einbezogen werden.

Einige Infos hat die BZgA und kn in den beiden Pdf-Datein zur Verfügung gestellt.
Mitmach-Parcours  (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mitmach-Parcours  (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mitmach-Parcours  (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mitmach-Parcours  (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mitmach-Parcours  (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mitmach-Parcours  (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mitmach-Parcours  (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mitmach-Parcours  (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mitmach-Parcours  (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Mitmach-Parcours  (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: khh

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