Mi, 11:06 Uhr
06.07.2011
Thüringen liegt an der Spitze
In Thüringen besuchten im März 2010 fast 91 Prozent aller Kita-Kinder ab drei Jahren eine Ganztagseinrichtung (mehr als sieben Stunden täglich). Deutschlandweit liegt Thüringen mit dieser Quote an der Spitze. Das geht aus den aktuellen Daten des Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme 2011 der Bertelsmann Stiftung hervor, die ab sofort im Internet abrufbar sind.
In den Jahren zwischen 2007 und 2010 konnte Thüringen noch eine leichte Steigerung des Anteils der Kinder in Ganztagsbetreuung verbuchen: von 88 Prozent auf 90,7 Prozent. Die übrigen 10 Prozent der ab Dreijährigen, die eine Kita besuchen, nehmen diese entweder halbtags oder 5 bis unter 7 Stunden täglich in Anspruch. Positiv fällt auf, dass in Thüringen der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund, die eine Kita besuchen und diese ganztägig nutzen, mit 90,1 Prozent fast genauso hoch ist, wie der Anteil der Kinder ohne Migrationshintergrund (90,8 Prozent). Damit kommt Thüringen der Forderung zahlreicher Experten aus Wissenschaft und Politik nach, dass besonders Kinder mit Migrationshintergrund ganztags gefördert werden sollen – die ganztägige Betreuung biete mehr Zeit für frühe Bildung und den Erwerb der deutschen Sprache.
In Deutschland gibt es zwischen den 16 Bundesländern enorme Unterschiede bei den Ganztagsangeboten in Kindertageseinrichtungen für die über Dreijährigen. In der Spitzengruppe bei den Ganztagsangeboten für die über Dreijährigen liegen mit Quoten über 50 Prozent die ostdeutschen Bundesländer Thüringen (90,7 Prozent), Sachsen (81,4 Prozent), Sachsen-Anhalt (61,5 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (60,1 Prozent), Brandenburg (57,1 Prozent) sowie Berlin (59,1 Prozent). In allen westdeutschen Bundesländern sind weniger als 50 Prozent der Kita-Kinder ab 3 Jahren in einer Ganztagsbetreuung. Im Mittelfeld liegen dabei Hamburg (42,4 Prozent), Hessen (40,2 Prozent), Nordrhein-Westfalen (36,6 Prozent) sowie Rheinland-Pfalz (35,2 Prozent). Gut ein Viertel dieser Altersgruppe nutzt im Saarland (27,3 Prozent), Bayern (25,7 Prozent) sowie Bremen (25,4 Prozent) eine Ganztagsbetreuung. In der Schlussgruppe liegen Schleswig-Holstein (18,4 Prozent), Niedersachsen (16,2 Prozent) sowie Baden-Württemberg (13,6 Prozent).
Grundlage der Auswertungen sind Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder aus der Kinder- und Jugendhilfestatistik des Jahres 2010. Die Berechnungen hat der Forschungsverbund DJI/TU Dortmund durchgeführt. Der Ländermonitor 2011 ermöglicht einen Gesamtüberblick zur frühkindlichen Bildung in Deutschland.
Autor: nnzIn den Jahren zwischen 2007 und 2010 konnte Thüringen noch eine leichte Steigerung des Anteils der Kinder in Ganztagsbetreuung verbuchen: von 88 Prozent auf 90,7 Prozent. Die übrigen 10 Prozent der ab Dreijährigen, die eine Kita besuchen, nehmen diese entweder halbtags oder 5 bis unter 7 Stunden täglich in Anspruch. Positiv fällt auf, dass in Thüringen der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund, die eine Kita besuchen und diese ganztägig nutzen, mit 90,1 Prozent fast genauso hoch ist, wie der Anteil der Kinder ohne Migrationshintergrund (90,8 Prozent). Damit kommt Thüringen der Forderung zahlreicher Experten aus Wissenschaft und Politik nach, dass besonders Kinder mit Migrationshintergrund ganztags gefördert werden sollen – die ganztägige Betreuung biete mehr Zeit für frühe Bildung und den Erwerb der deutschen Sprache.
In Deutschland gibt es zwischen den 16 Bundesländern enorme Unterschiede bei den Ganztagsangeboten in Kindertageseinrichtungen für die über Dreijährigen. In der Spitzengruppe bei den Ganztagsangeboten für die über Dreijährigen liegen mit Quoten über 50 Prozent die ostdeutschen Bundesländer Thüringen (90,7 Prozent), Sachsen (81,4 Prozent), Sachsen-Anhalt (61,5 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (60,1 Prozent), Brandenburg (57,1 Prozent) sowie Berlin (59,1 Prozent). In allen westdeutschen Bundesländern sind weniger als 50 Prozent der Kita-Kinder ab 3 Jahren in einer Ganztagsbetreuung. Im Mittelfeld liegen dabei Hamburg (42,4 Prozent), Hessen (40,2 Prozent), Nordrhein-Westfalen (36,6 Prozent) sowie Rheinland-Pfalz (35,2 Prozent). Gut ein Viertel dieser Altersgruppe nutzt im Saarland (27,3 Prozent), Bayern (25,7 Prozent) sowie Bremen (25,4 Prozent) eine Ganztagsbetreuung. In der Schlussgruppe liegen Schleswig-Holstein (18,4 Prozent), Niedersachsen (16,2 Prozent) sowie Baden-Württemberg (13,6 Prozent).
Grundlage der Auswertungen sind Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder aus der Kinder- und Jugendhilfestatistik des Jahres 2010. Die Berechnungen hat der Forschungsverbund DJI/TU Dortmund durchgeführt. Der Ländermonitor 2011 ermöglicht einen Gesamtüberblick zur frühkindlichen Bildung in Deutschland.



