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Di, 17:16 Uhr
30.08.2011

Neues vom Schiefen

Landeskirche stimmte heute einer Pacht oder eines Eigentumswechsels der Oberkirche zu. Stadt Bad Frankenhausen erhält von der Landeskirche die eventuell anfallenden Abrisskosten. Dazu erreichte kn folgende Meldung aus der Stadtverwaltung Bad Frankenhausen...


Auf der heutigen Sitzung des Kollegium der Landeskirche Thüringens wurde den Wünschen der Stadt Bad Frankenhausen zur weiteren Verfahrensweise zum schiefen Turm der Oberkirche entsprochen.

Die Landeskirche hat der Kurstadt Bad Frankenhausen eine letzte Frist bis zum Donnerstag, 01. September 2011 gesetzt um darüber zu entscheiden, ob die Kommune Eigentümer des schiefen Turmes wird und die anfallenden Sanierungsmaßnahmen auf ihre Kosten durchführt.

Da in den letzten Wochen und Monaten die Gesamtfinanzierung der dauerhaften und robusten Stabilisierung des höchsten schiefsten Turmes nicht gesichert war, äußerte die Kommune gegenüber der Landeskirche den Wunsch, nicht sofort Eigentümer zu werden, sondern den schiefen Turm für die nächsten 3 Jahre zu pachten. Diesen Wunsch folgte heute das Kollegium der Landeskirche. Die Stadt Bad Frankenhausen hat nun die Wahl, die Oberkirche für die kommenden 3 Jahre zu pachten oder sofort Eigentümer des Objektes zu werden. In beiden Fällen erhält die Kommune die eventuell anfallenden Abrisskosten von 150.000,-€ durch die Landeskirche erstattet.

„Mit dem heutigen Beschluss durch die Landeskirche ist einer von drei wichtigen Schritten zur Rettung des schiefen Turmes geschehen. Dennoch fehlt uns die Positionierung seitens der Landesregierung, ob die Mehrkosten von 800.000,-€ gefördert werden. Denn diese Aussage wird vor einem Beschluss im Stadtrat notwendig sein, da die Kommune die Stabilisierung nicht ohne Fördermittel durchführen kann“, so der Bürgermeister der Kurstadt Matthias Strejc (SPD).

Sollte die Landesregierung kein positives Signal zur Förderung bis zum Donnerstag abgeben, dann wird der Stadtratsbeschluss zur Pacht oder zum Eigentumswechsels der Oberkirche nicht am Donnerstag Abend im Stadtrat behandelt. Damit verstreicht die gesetzte Frist durch die Landeskirche und das würde das Aus für den höchsten schiefsten Turm der Welt bedeuten. Denn dann würde die Landeskirche noch in diesem Jahr den Turm abreißen.

Die Stadt hofft nun auf eine klare Aussage bis zum Donnerstag durch die Landesregierung. Die Kommune hatte seit Anfang 2011 in regelmäßigen Abständen die Thüringer Landesregierung über die Rettung des schiefen Turmes informiert und Anfang August einen letzten Hilferuf auch an die Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) gesendet.
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