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Mi, 10:31 Uhr
10.10.2018
Neues aus Sondershausen

Zersplittert man sich in Sondershausen?

Am Abend will der Wirtschaftsausschuss des Stadtrats Sondershausen über die touristische Nutzung des Areals Kiesgrube Sondershausen beraten. Aber ein anderes Areal haben die Stadträte offensichtlich noch nicht im Blick...

Mit viel Geld der Stadt Sondershausen wurde im Hasenholz / Östertal die sehr erfolgreiche Skate Arena gebaut.

Zersplittert man sich in Sondershausen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gleich neben an ist der Abenteuerspielplatz des Stadtjugendrings Sondershausen.

Im Frühjahr schrieben die Verantwortlichen der Skate Arena:

"Die vorliegenden Besucherzahlen lassen Gedanken und Ideen aufkommen, dass Areal der Skate Arena für sinnvolle und attraktive Freizeitaktivitäten (nicht nur Skatesport) zu erweitern. Das wäre doch eine gute Idee für Sondershausen."
Rekordverdächtiges Jahr 2017 in der SKATE ARENA

Scheint offensichtlich von den Verantwortlichen im Rathaus und auch von den Stadträten nicht so ernst genommen worden zu sein. Bisher war zu dem Thema nichts zu hören.

Jetzt will man offensichtlich ein Terrain an der Kiesgrube touristisch entwickeln für das noch nicht mal eine Infrastruktur vorliegt, außer einem Fuß- und Fahrradweg vorliegt.

Zur Skate Arena führt ein Asphaltstraße. Im Gegensatz zur Kiesgrube ist dort noch viel räumlicher Platz. Gleich neben der Skate Arena liegt das leerstehende Gebäude eines früheren Kindergartens und gammelt vor sich hin.

Gerade mal einen Speerwurf entfernt steht eine ehemalige und jetzt leerstehende Einkaufshalle. Sollte man sie vielleicht nicht kaufen und eine Trainingszentrum für die Sportler daraus machen? Ein Dach über dem Kopf hat man schon.

Neben Sportzentrum auf dem Göldner und der Skate Arena dort noch ein Zwischenzentrum an der Kiesgrube? Zersplittert man sich vielleicht, fragt sich kn etwas besorgt?

In Bad Frankenhausen macht man demnächst einen öffentlichen Workshop zur Entwicklung neuer Freizeitmöglichkeiten. Vielleicht sollte Sondershausen erst mal entwickeln, wie das Freizeitkonzept aussehen soll, meinte heute ein Bürger im Gespräch mit kn.

Es gibt offensichtlich viel zu tun. Warten wir‘s ab.

In diesem Zusammenhang gleich noch einen guten Tipp aus der Skate Arena. Gibt es bald auch mal etwas ähnliches für Erwachsene. Damit könnte sich das Marketing der Stadt befassen, so zur Unterstützung von Andy und Toni.
Zersplittert man sich in Sondershausen? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Kommentare

11.10.2018, 16.49 Uhr
tannhäuser | Zersplitterung?
Seit wann nennt man über eine Stadt verteilte "Attraktionen" so?

In welcher "Weltstadt" ballen sich denn touristische Attraktionen auf einem Fleck?

Der Possen ist auch weit weg vom Schloss...Und nun? Mindert das die Attraktivität der Sehenswürdigkeiten aus geografischen Gründen?

Sollte man über eine Seilbahn oder Helikopterflüge von einem Ort zum nächsten nachdenken?

Vom Bahnhof gar nicht zu reden...Aber über ihn als jahrelanger Touristenabschrecker wurde genug geschrieben und gesprochen.

Übrigens ist Sondershausen eine zersplitterte Stadt. Wer alle Ortsteile auf Schusters Rappen bewandern wollte bräuchte gute Wanderstiefel und Kondition.

Also was soll ein Gegeneinanderrechnen von Freizeitvergnügungsorten als nachteilsbehaftete Zersplitterung?

Das kann ich nicht nachvollziehen, tut mir Leid.
11.10.2018, 22.37 Uhr
Kobold2 | Da haben wir es wieder
Wenn ich hier lese " nur ein Fußweg bzw. Radweg "
kann ich nur den Kopf schütteln.
Muss man wirklich jeden cm Weg mit dem heiligen Blechkasten zurücklegen?
Irgendwie sind die Zeichen der Zeit immer noch nicht angekommen und sooooo groß ist unser Dorf nun auch nicht.
Ist es denn wirklich zuviel verlangt vom Markt, oder Aldiparkplatz die paar Mezer zu Fuß zurück zu legen?
Man, wie peinlich!
Die Forderung nach asphaltierter Infrastruktur zur Kiesgrube ist schon im Grundgedanken nicht tragbar.
@ tannhäuser
gescheite Wandeschuhe sind in einem gut sortierten Haushalt nicht ungewöhnlich und eine kleine Rundwanderung von der Muni, über Possen, Totenberg, Bebraer Teiche,Eichenberg, weiter über den Frauenberg, Stocksen, an der Wipper zurück, ist in 4,5 bis 5 Gehstunden problemlos zu schaffen.
Nennt sich Freizeitaktivität und hat nichts mit dem gemeinsam, seinen Allerwertesten vom Autositz nach 1,5 Metern auf die nächste Bierbank zu quälen.
12.10.2018, 05.42 Uhr
tannhäuser | Sie haben mich falsch verstanden!
Kobold2, ich teile doch Ihre Abneigung dagegen, alle Orte erreichbar für Autos zu machen.

Ich wandere auch gern die Sehenswürdigkeiten ab, bin aber kein passionierter Radfahrer und habe doch klargemacht, dass ich den Begriff "Zersplitterung" unpassend finde.

Mir ging es darum, dass politisch gesehen Sondershausen wegen der eingemeindeten Dörfer weit über die früheren Stadtgrenzen hinwegreicht.

Wer sich also beschwert, eine touristisch erschlossene Kiegrube mitten in der Stadt wäre eine Gefahr für leicht abseits gelegene Freizeitvergnügen könnte sich mal bei den nicht autofahrenden Bewohnern der Dörfer erkundigen, was Aufwand bedeutet, wenn man Erledigungen in der Kernstadt tätigen muss.
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