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Do, 11:34 Uhr
08.11.2018
Neues aus Sondershausen

Gegenwind wird stärker (2)

Am Montag fand im Ortsteil Thalebra von Sondershausen eine Einwohnerversammlung statt. Einziges Thema Windräder am Hessenweg. Verbunden war das Ganze mit einem Vortrag von Dr. Ing. Detlef Ahlborn...

Dieser Beitrag von Dr. Ing. Detlef Ahlborn von www.vernunftkraft.de über eine halbe Stunde hatte es in sich. Leider waren bei dieser Einwohnerversammlung und diesem Vortrag diesen Vortrag "nur" vier Stadtratsmitglieder dabei. Besonders die Landtags- und Bundestagsabgeordneten haben gefehlt, so eine Bürgerin gegenüber kn.
Über Teil 1, die Einwohnerversammlung hatte kn bereits berichtet:
Gegenwind wird stärker (1)...

Dr. Ing. Detlef Ahlborn (zweiter Vorsitzende der Bundesinitiative VERNUNFTKRAFT) beschäftigte sich genauer mit dem Thema Windkraft und warf einen besonderen Blick auf die Technik, die Wirtschaftlichkeit und die Versorgungssicherheit.


Windkraftanlagen sind nicht annähernd in der Lage eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten, weder in Deutschland noch im Verbund mit Europa, so zusammengefasst die vernichtende Kritik von Dr. Ahlborn.
Dr. Ahlborn stellte fest. Strom hat am eigentlichen Energieverbrauch einen Anteil von rund 20% und Windenergie träigt insgesamt nur mit rund 2,8% bei. In Hinsicht auf die Einsparung von Kohlendioxid sei die Windkraft als völlig wirkungslos.

Beachtenswert die Zahlen die Dr, Ahlborn nannte: Um Deutschland zu hundert Prozent mit Wind- und Solarstrom zu versorgen, würden rund 67.000 Windräder benötigt. Wenn man diese Windräder außerhalb der Siedlungsbereichen gleichmäßig verteilt, werden wir alle 3,5km einen
Windpark mit 8 Windrädern haben. Es wird kaum einen Fleck unberührter Natur mehr im Land
geben, so Dr, Ahlborn.

Noch kritischer das zurzeit unlösbare Kernproblem der Stromerzeugung aus Windenergie sind die wetterbedingten Schwankungen. Selbst mit einem flächendeckenden Ausbau kann man dieses Problem nicht lösen. Die starken Schwankungen des Stromanfalls sind einfach nicht zu verarbeiten, da reicht auch ein europaweites Stromnetz nicht.

Er informierte, das jetzt bereits Überschussstrom ins Ausland mit negativen Preis verkauft wird, nur damit man den Überschussstrom los wird. Negativpreis heißt, es wird Geld gezahlt, damit der Strom überhaupt abgenommen wird.

Auch Festlegungen der Politik, dass Windradbetreiber entschädigt werden, wenn sie bei Wind wegen zu viel Stroms ihre Windräder stehen lassen bekam man in 2016 rund 640 Mio.
Euro für Strom bezahlt, der nie produziert wurde. Und das so Dr. Ahlborn, wird vom Verbraucher über seine Stromrechnung mit bezahlt.

Gegenwind wird stärker (2) Am Montag fand im Ortsteil Thalebra von Sondershausen eine Einwohnerversammlung statt. Einziges Thema Windräder am Hessenweg. Verbunden war das Ganze mit einem Vortrag von Dr. Ing. Detlef Ahlborn...  Dieser Beitrag von Dr. Ing. Detlef Ahlborn von www.vernunftkraft.de über eine halbe Stunde hatte es in sich. Leider waren bei dieser Einwohnerversammlung und diesem Vortrag  (Foto: Karl-Heinz Herrmann / Dr. Alhborn)

Um eine dreiwöchige Flaute in Deutschland mit Pumpspeicherkraftwerken abzufangen, müsste man den Bodensee 300m hoch pumpen, so Dr. Ahlborn.

Abschließend sagte Dr. Ahlborn, diese Energiewende ist ohne Speicher nicht machbar und mit Speichern nicht bezahlbar“.

In diesem Zusammenhang noch eine Information aus der gestrigen Mitgliederversammlung des Kreisbauerbverbandes:

Zum Thema Windenergie gab Dr. Peter betroffenen Landwirten den Tipp, wer Probleme hat, sollte sich mit der Thüringer Energie- und GreenTech - Agentur in Verbindung treten (www.thega.de).
Das gilt natürlich im Prinzip auch für Grundstückseigentümer, deren Grundstücke in möglichen Windvorrandgebieten liegen würden.
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Kommentare

08.11.2018, 18.36 Uhr
tannhäuser | Irrenhaus!
Den Menschen werden diese Spargel vor die Türen gesetzt, nicht speicherbarer Strom wird verschenkt, die Industrie verschont und die privaten Verbraucher zahlen die Zeche mit immer höheren Preisen.

Kein Wunder, dass sich bei solchen Themen und Diskussionen kein MdL/MdB unter "sein" Wahlvolk traut.

Aber nächstes Jahr wird der neue Landtag und eventuell vielleicht sogar nochmal der Bundestag gewählt.

An ihren Wahlständen können sich die Kandidaten dann nicht verstecken.
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