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Di, 08:50 Uhr
08.10.2019
Neues aus Bad Frankenhausen

Stellungnahme zum Problem "Knopfmacherhölzchen"

Das Problem "Knopfmacherhölzchen" wurde von unserer Fraktion "Pro Frankenhausen" in der Stadtratssitzung am 19.09.2019 in der Diskussion zur Organisation und Verbesserung der Pflege unserer Wanderwege, Plätze und Radwege bereits angesprochen, die Wählervereinigung "Pro Frankenhausen" in einer Stellungnahme gegenüber kn...

Leider erfolgten dazu weder vom Bürgermeister noch von den Fraktionen irgendwelche Reaktionen.
Deshalb begrüßen wir die Iniative zu dieser Veranstaltung. (Hinweis kn es geht um Ist das Knopfmacherhölzchen noch zu retten?

Als „Knopfmacher-
hölzchen„ wird das Kiefern-
wäldchen oberhalb der Stadt Bad Frankenhausen bezeichnet.

Infolge des Verdrängungswettbewerbes der Knopfindustrie auf dem Weltmarkt und einer ernsten Wirtschaftskrise ab 1890 wurden viele Knopfmacher arbeitslos, die man in dieser Zeit mit Gehölzanpflanzungen beschäftigte.

So wurde u.a. 1891/92 auf dem „Kahlen Berg“ von ihnen das Kieferwäldchen angelegt, das fortan bei allen Frankenhäusern „Das Knopfmacherhölzchen“ heißt.

Viele Einwohner und Gäste streiften gern durch die ortsnahen Spazierwege, genossen den Sauerstoffgehalt des Waldes und frischen Duft der Kiefernadeln oder ruhten sich auf den Bänken am Rande des Wäldchens aus.
Stellungnahme zum Problem "Knopfmacherhölzchen" (Foto: Bernd Otto)
Stellungnahme zum Problem "Knopfmacherhölzchen" (Foto: Bernd Otto)
Stellungnahme zum Problem "Knopfmacherhölzchen" (Foto: Bernd Otto)
Stellungnahme zum Problem "Knopfmacherhölzchen" (Foto: Bernd Otto)

Aber leider ist das Geschichte!

Das Alter, Sturm und Trockenheit sowie fehlende Pflege haben dem „Knopfmacherhölzchen“ arg zugesetzt. Ein Spaziergang hinter dem ehemaligen Kindersanatorium „H. Just“ entlang ist jetzt lebensgefährlich.

Sicher sind diese ortsnahen Wege keine zertifizierten Wanderwege im herkömmlichen Sinne.
Sie sind aber als Außenbereich für unsere Kurstadt genauso wichtig.

Das „Knopfmacherhölzchen“ ist Teil der Frankenhäuser Geschichte und ein Klimafaktor. Es sollte durch geeignete Forstmaßnahmen in Verantwortung der Stadt- und Naturparkverwaltung unbedingt erhalten bleiben.

Text und Fotos: Bernd Otto
Wählergemeinschaft "Pro Frankenhausen"
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Kommentare

08.10.2019, 21.08 Uhr
Klaus0212 | Warum in die Ferne schweifen?
Ich kann die Sorge um die fehlende Pflege des Knopfmacherhölzchen gut nachvollziehen.
Aber es gibt meines Erachtens brennendere Probleme, um die sich unsere abgehobenen Mandatsträger in unserer Stadt kümmern müssten.
Wie lange soll die Brandruine am Tischplatt zur Schande noch erhalten werden?
Oder soll diese zum Flair des vergessenen Wohngebietes beitragen.
Die Fußwege sind noch maroder als die Fassaden der nicht sanierten Gebäude.
Bei einem Spaziergang am Flutgraben konnte ich, auf einer Strecke von ca. 200m, 34 Hundekothaufen feststellen.
Die Stadt sollte jeden Hundehalter verpflichten, seinen Hund auf eigene Kosten genetisch zu katalogisieren und bei Probenentnahmen von Kothaufen Strafen zu verhängen, die den Halter wirklich belasten.
Ich habe hier noch keinen Mitarbeiter des Ordnungsamtes feststellen können.
Es scheint leichter für die Stadt zu sein, Millionen Euro in fragwürdigen Investitionen zu verbrennen, als zunächst die gravierenden Schäden zu beheben.
Wer aber im dem Ostteil der Stadt sein schickes Häuschen hat, verliert schnell das Interesse an klein Damaskus im Westen der Stadt.
Bitte mal darüber nachdenken.

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